Samstag, März 27, 2004

ver-rückt

ein wundervoller kurzurlaub, eine verrückte idee, viele gute gedanken und viele schöne neue bilder. mittwoch (war das wirklich erst vorvorgestern?) war ich auf einer lesung. im gespräch mit einem fremden ergab es sich, dass er mir den floh ins ohr setzte, doch mit nach leipzig auf die buchmesse zu fahren. ich war hin- und hergerissen: eine verrückte idee, ich kannte den mann doch gar nicht - aber vor ein paar wochen hatte ich beim universum bestellt, dass ich gerne auf die buchmesse wollte. tja. vorsicht mit den wünschen. mein herz sagte ja und so sagte ich am donnerstag alle termine ab und saß nachmittags mit ihm im zug. ein schöner abend in berlin mit guten alten freunden und donnerstag morgens ab nach leipzig.

und wie wundervoll: die businessfrau in mir war wie ausgewechselt. statt stringent irgendwelche ziele auf der messe zu verfolgen und einen effizienten businesstrip zu machen, liess ich mich treiben, genoß die zeit, erreichte meine ziele und bekam noch weit aus mehr. ich genoss inspirierende gespräche mit fremden, die für einen moment zu freunden wurden. ich liess mich treiben wohlwissend, von buchliebhabern umgeben zu sein und dort irgendwie richtig zu sein. ich lustwandelte durch leipzig und freute mich an gewohntem und ungewohnten.

es war eine reise in eine andere zeit. diese gespräche hatte ich vermisst. kein kennenlernen á la "was machst du so" sondern gespräche, die weitläufig um mythen, bücher, das landleben, ost und west, hegel und vieles mehr kreisten. gute gedanken, verwandte gefühle und immer wieder das gefühl ein unglaublich luxuriöses leben zu führen, weil ich einfach beschließen kann, dass der morgige tag ganz anders als geplant ist. weil ich jeden tag gestalten und genießen kann, wie es gut für mich ist. ich sollte viel öfters verrückte dinge tun!

Mittwoch, März 24, 2004

vertrauen

wie wunderbar. eben bin ich zwei stunden mit einer fotografin durch hamburg gelaufen und wir haben ganz unterschiedliche frauen für die website fotografiert. es war schon toll, wieviele "ja" gesagt haben und wie nett die meisten mitgemacht haben. ich bin sehr gespannt auf die fotos. schade nur, dass die hamburgerinnen alle wintermantel trugen!

happy end

montag abend habe ich bei "das buch" im ndr einen beitrag über working mum gesehen. das buch hatte ich bisher zwar zur kenntnis genommen aber noch nicht gelesen - der spagat zwischen job und familie stellt sich mir ja nicht. das interview mit der autorin hat mich aber berührt und geistert mir jetzt, zwei tage später, immer noch im kopf herum. man stellte ihr die frage, wieso es kein happy end geben würde, d.h. wieso ihre heldin letzendlich ihren job kündigt, um sich der familie zuwidmen. sie antwortete, dass sie lange über den schluss nachgedacht hätte und hin- und hergerissen gewesen wäre. ihre heldin schmeißt den karrierejob, weil die organisationen heutzutage immer noch menschenverachtend arbeiten, d.h. noch nicht weit genug sind. deswegen entscheidet sich die helden für sich, für das, was ihr und ihrer familie gut tut. eine viel ehrlichere antwort, als ein plattes happy end!

ich bin empört, dass kultursendungen immer zu so später uhrzeit laufen. sonntags warte ich geduldig bis 23 uhr, bis das erste sich bequemt. die büchersendung im ndr sah ich montags um 22.30 uhr, die wiederholung läuft heute nacht um 1.30 uhr. lebe ich in einem volk der schmallspurinteressierten oder glauben das die fernsehmacher nur?

Dienstag, März 23, 2004

bestellung

liebes universum bitte mach, dass bei meinen bloglesern jemand dabei ist oder mir sonst wie jemand über den weg läuft, der mir einen kontakt zu


  • barbara schöneberger

  • anke engelke

  • jörg thadeusz

  • tita von hardenberg

  • oder so



herstellt, um sie von uschi&uschi zu begeistern. verdammt, dann bin ich eben pushy!

pushy

verdammt, ich bin zu pushy. ich versuche zur zeit mal wieder alles zu erzwingen und werde ungehalten, wenn etwas nicht so klappt, wie ich mir das vorstelle. dabei ist das doch gar nicht nötig, denn wenn ich genau hinschaue, dann flutscht es doch.

in den letzten tagen fühlte ich mich gehetzt. mein countdown ist sozusagen hinfällig. der verlag macht mich noch wahnsinnig mit den unterschiedlichen aussagen zum thema "erstverkaufstag", den es bei taschenbüchern wohl nicht gibt. also die neusten erkenntnisse sind, dass das uschi-prinzip wohl nach ostern in den läden ist. das ist zwei wochen früher als der bisher immer genannte 1. mai. eigentlich ist das zwar schön, andererseits macht es auch druck - aber liebe meike, wir schaffen es schon, die website rechtzeitig online zu stellen: ich arbeite doch mit tollen leuten zusammen! (eben habe ich die ersten designentwürfe gesehen. hui, wie aufregend konkret!)

druck bereite ich mir auch mit dem wunsch, dass zum erscheinen des buches ein feuerwerk an presse-und tv-präsenz losgeht. meine güte, liebste meike, wieso eigentlich? bisher lief doch alles wunderbar, DU predigst doch immer, dass es auf kairos, den richtigen zeitpunkt, um etwas zu tun, ankommt.

wieso muß ich mich für alles verantwortlich fühlen, statt zu vertrauen, dass das universum schon ne ganze menge für mich übernimmt? wieso bekomme ich die balance noch nicht hin, mich zwar zu engagieren und lustvoll am projekt zu arbeiten und trotzdem gelassen zu sein, dass mir schon zum richtigen zeitpunkt, die richtigen leute begegnen werden, die mir mit freuden helfen? zum beispiel war ich eben mit einer begeisterten journalistin einen kaffee trinken.... also meike, vertraue doch darauf, dass so etwas immer wieder geschieht....

pushy reimt sich eben auf uschi .....

Montag, März 22, 2004

kinder

gestern beim spazierengehen. ein kleiner junge zeigte auf dieses plakat



"du mammi, der mann weint." jaja" antwortete die mutter. der kleine junge blieb trotzdem fasziniert vor dem plakat stehen. "mammi, der weint bestimmt, weil er das von der zigarette in die augen bekommen hat."

kinder sind schon toll!

Sonntag, März 21, 2004

wunderliste

ach wie wundervoll das leben doch immer wieder ist. ich war so ver-wundert über mich, dass ich mich so unglaublich über die - naja sagen wir - verbesserungswürdige werbung für den brandeins-open-space m 3.4. aufregte. ich finde brandeins toll und ich finde die all-in-ones toll und wunderte mich einfach nur. aber wie gesagt, am meisten wunderte ich mich über mich und meine aufregung. ich hatte von anfang an richtig herzklopfen und konnte gar nicht anders, als mich einmischen. und jetzt, jetzt werde ich doch dabei sein und zwar mit aufgeregter vorfreude statt mit einer zähneknirschenden anmeldung. toll! ich bin wahnsinnig gespannt.

liebste meike, sage ich mir die letzten tage ständig, liebste meike, vertraue doch auf das gute in der welt und die fülle. meine güte, was hatte ich mir in den letzten wochen wieder sorgen gemacht - dabei hatte ich doch kapiert, dass sorgen nicht wirklich nützlich sind. es ist in den letzten tagen so viel tolles passiert: ein wirklich hübscher auftrag winkt, die website geht voran und wird rechtzeitig fertig, die geldsorgen entschärfen sich, die berliner party klappt bestimmt auch, fotografen sind in sicht und irgendwie gibt es tausend kleine hoffnungsvolle regenbogen am horizont. die waren vorher auch schon da, aber ich herzchen habe sie nicht gesehen. liebste meike, lebe doch einfach nach dem uschi-prinzip... oder wird es dir langweilig, wenn es zu gut flutscht?

noch 41 tage!

Freitag, März 19, 2004

spielen II

ein schickes neues spiel auf der brand1-mailingliste: büchersortierregeln.

ausgewählte büchertips nach farben:

blau: michail bulgakow, meister und margarita
rot: harriet rubin, soloing
gelb: shakti gawain: leben im licht
grün: wolfgang hildesheimer, lieblose legenden
rosa: tom robbins: halbschlaf im froschpyjama
weiß: connie palmen, die freundschaft
schwarz: jonathan franzen, die korrekturen
silber: na ihr wisst schon :-)

noch 43 tage!

Donnerstag, März 18, 2004

glücksliste

er fing gar nicht so gut an, mein heutiger tag. erst ein schlechtes horoskop, dann der nieselregen nach dem gestrigen wundervollen frühlingstag und diese gewohnte ab-morgens-um-11-schon-völlig-fertig-müdigkeit. aber es kam dann doch noch anders. worüber ich mich heute freute:


  • der erste kaffee im aurel - ich liebe den kaffee dort und ich liebe es fast auf der strasse zu sitzen, wie im urlaub in spanien. außerdem kann man so wunderbar leute-gucken.

  • beim blumenkaufen meinen lieblingsprogrammierer getroffen, der mir ein langes zahlungsziel macht.

  • ratzfatz die texte für die website fast fertig geschrieben.

  • ein nettes briefing mit der designerin und große vorfreude auf die website-entwürfe.

  • netter mailkontakt - überall tolle leute zu haben ist schon toll.

  • der partytermin für die book-release-party in hamburg wurde bestätigt. am 29.4. wird gefeiert!

  • und mal wieder eine wirklich große excel-liste gemacht. schon die zweite diese woche! ich bin stolz auf mich!



natürlich bin ich jetzt mal wieder ganz und gar nicht müde!

noch 44 tage!

Mittwoch, März 17, 2004

frühling

endlich frühling. am sonntag hatte ich schon mal keine socken an, das war aber kein vergleich zu heute: rock, frisch rasierte beine und ohne strümpfe. ich weiß, das war nicht so arg damenhaft zum businesstermin aber ich fand, dass ich es meiner unternehmenskultur schuldig bin, mich gut zu fühlen. 2. uschiprinzip: lebe nach dem lustprinzip. in diesem sinne war ich dann erst mit einer freundin draußen mittag essen und dann noch einen kaffee in der sonne trinken. schön schön!

den halben tag in der sonne sitzen und dann sogar noch einen mittagschlaf machen (irgendwie muß ich ja mein schlafdefizit wieder auffüllen) - dafür schreibe ich jetzt ENDLICH die texte für uschi-und-uschi.de. wir müssen uns sputen! und irgendwie ist es ja auch schön, abends arbeiten zu können, wenn man die freiheit hat, tagsüber spontan die sonne zu genießen.

noch 45 tage!

Dienstag, März 16, 2004

kohle

ich meinte das übrigens ernst mit der kohle. auch kleinere summen sind willkommen und werden verzinst zurückgezahlt!

kaputt

ich bin erschöpft. das ist ein wort, dass ich selten benutze. aber so fühlt es sich an. ich bin total ausgelaugt und kaputt. merkwürdig eigentlich. letzte woche war ich krank und habe viel geschlafen und am wochenende habe ich viel gefeiert. das ist doch eigentlich wie urlaub. aber vielleicht steckt man genau das mit mitte dreißig nicht mehr so weg. ich bin erschöpft, kann kaum die augen offen halten aber nachts kann ich nicht schlafen. entweder liege ich zwei bis drei stunden im bett und wälze mich von links nach rechts und kann trotz baldrianpillen und beruhigender duftlampe nicht schlafen oder ich sitze eben bis um zwei am schreibtisch oder vor der glotze. morgens wache ich aber immer zum gleichen zeitpunkt völlig unter strom auf. ich habe extra einen zettel neben dem bett liegen, auf den ich, wenn ich nachts aufwache, wichtige dinge schreibe und den zettel lege ich jetzt schon extra immer auf die kommode, statt ihn neben dem kopfkissen liegen zu lassen, aber morgens wache ich trotzdem mit hektischen gedanken, ideen, vorsätzen etc. auf. mein terminkalender ist so voll, dass ich kaum einen sporttermin reinbekomme. bin ich mal einen abend zu hause und habe nichts mehr absolut dringendes zu tun, hänge völlig fertig vor dem fernseher. eigentlich wollte ich nicht so werden wie meine eltern.

gleichzeitig wieder diese verflixten geldängste. nun, seit zwei wochen weiß ich wenigstens, dass es keine sorgen sind. es sind handfeste probleme. ich muß, verdammt noch mal, diesen webauftritt in den nächsten vier wochen realisieren und ich habe nicht das geld dazu. mist, ich muß dieses problem lösen. also jetzt aufhören zu bloggen und versuchen, eine lösung zu finden... liebe blogleser, will nicht jemand 10.000 € einer aufstrebenden unternehmerin leihen?

ich werde immer wieder gefragt, wie es dazu kommen konnte, dass sich mein leben innerhalb eines jahres dermaßen ändern konnte. "ganz schön glück gehabt" ist ein häufiger kommentar. nein, ich bin glücklich, dass es so ist, aber es ist verdammt viel arbeit.

noch 46 tage!

Montag, März 15, 2004

unternehmen

unternehmerin sein ist ganz schön komplex und anstrengend. gar nicht so leicht, die ganzen fäden in der hand zu behalten. wie gut, dass ich fachfrau für projektmanagement bin.

am meisten berührt mich im moment das teilprojekt buchpromotion, genauer gesagt, das werbeplakat für die buchhandlungen und lesungen. es ist ein komisches gefühl, in zukunft so öffentlich rumzuhängen. ich glaube, ich nerve die leute im verlag ein wenig mit meinem perfektionismus. aber ich möchte wunderschön darauf aussehen und die texte müssen zum markenkonzept passen. das ist doch nicht zu viel verlangt!

auf der seele liegt mir am schwersten der internetauftritt. das konzept ist immer noch nicht ganz fertig und ich weiß nicht, ob meine kohle für die programmierung und das design reicht. es ist so gar nicht königlich, daran sparen zu müssen. liebes universum, bitte schicke mir einen programmierer oder eine programmiererin, die das mit einem sehr langen zahlungsziel für mich macht!

die meiste lust habe ich im moment die book-release-party zu organisieren. ich habe tolle ideen, es kribbelt, wenn ich ans feiern denke und vor meinem inneren auge läuft schon ein film ab, wie die parties laufen könnten. mittlerweile finde ich, dass man gleich mehrere parties machen könnte. wieso nur in hamburg? berlin, frankfurt und münchen wären doch auch ganz nett. mal schaun, ob sich das realisieren lässt. noch ist das budget ja mehr als knapp, aber ich finde uschis sollten oft und wild feiern!

noch 47 tage!

Sonntag, März 14, 2004

party

mir tun alle knochen weh aber ich strahle wie ein honigkuchenpferd. gestern habe ich auf einer party stundenlang getanzt. eine form von sport, an die ich mich gewöhnen könnte, wenn es doch nur häufiger gelegenheit dazu gäbe für uns menschen mittleren alters. es tut so gut. mich kann man auf der tanzfläche abgeben, wie die kinder beim ikea-paradies und wenn man mich nach stunden dort wieder abholt frage ich "schon?". ich sollte vorsichtiger sein mit meiner lästerei: jahrelang habe ich mich über die etwas älteren leute meiner zunft lustig gemacht, die bei jeder gelegenheit der weiterbildung, weit weg von zu hause, unbedingt tanzen mußten. gut, es könnte daran liegen, dass die immer so bewegt dabei die schuhe auszogen und mich ihr tanzstil befremdete (lästern ist schlecht fürs karma, lästern ist schlecht fürs karma...oommm) aber sie hatten spass und darum gehts doch!

was ich auch extrem entspannt fand, war dass mich die kerle dort nicht interessierten. ich mußte nicht posen beim tanzen, konnte spaß haben und mußte auch nicht hektisch werden, keinen abzubekommen. sehr nett. ich beobachte schon gerne diese balzspielchen - oft hat es ja etwas tragisches. außerdem faszinierte mich noch das besitzergreifende tanzen der pärchen "seht her, ich habe jemanden abbekommen" und die damen mit diesen albernen kleinen handtäschen, die sie immer etwas zwanghaft unter der achsel klemmten. aber ich gebe zu, die täschen sind weniger albern als eine gruppe mädchen, die ich mal auf einer tanzfläche beobachtete, wie sie ihre rucksäcke (!) auf einen haufen legten und um diesen herumtanzten, als wären sie auf einem hexenfest. sachen gibts! (lästern ist schlecht fürs karma, lästern ist schlecht fürs karma....ommmm...)

kurz und gut: wir werden ohne ende uschi-parties machen und es ordentlich krachen lassen. das verspreche ich euch hoch und heilig!

noch 48 tage!

Mittwoch, März 10, 2004

wertschätzen

wie wundervoll, endlich habe ich jemanden, der mir bei den zahlen hilft. und wie wundervoll, dass er mir einfach so zugeflogen ist bzw. wie wundervoll, dass meine freundinnen mitdenken. obwohl ich nach einer vierstündigen "wir-schauen-uns-das-unternehmen-mal-ganz-genau-an"-session schlag kaputt bin, bin ich auch voller energie und froh. ich brauche einfach sparringspartner und das gemeinsame arbeiten wie die luft zum leben. ich gönne mir das nur immer noch viel zu selten.

noch was schönes: als wir so mit den zahlen hantierten, schauten wir uns auch die vergangenheit an. all das, was ich bisher für das uschi-projekt tat. das wort wertschätzung bekam für mich auf einmal eine ganz direkte bedeutung. auch hier gönne ich mir zu wenig: ich sollte viel öfter wertschätzen, was ich alles leiste. toll!

toll

das habe ich eben in einem meiner beiden lieblingsblogs, dem von wolfgang, gefunden:



create your own visited country map


und auch beim mir: der große rote fleck ist natürlich übertrieben - ich war nicht in ganz rußland, aber dafür 3 monate in moskau. jaja, damals....

es geht aufwärts

gestern war ich beim macht-club. schön, da waren sie endlich, die leute meines alters. es könnte natürlich sein, dass es sich um eine optische täuschung handelte. ich war schon recht früh da, um einen guten sitzplatz zu bekommen und da dachten sich nun die älteren leute "na, setzen wir uns mal zu der, da fühlen wir uns nicht so alt unter den jungen dingern." ich war umgeben von älteren herrschaften, fühlte mich wohl und genoß den abend. ergebnis: um es mit den worten einer freundin zu sagen "ich kann keinen anderen mann mehr lieben als matthias politycki. ich weiß, ich weiß, letzte woche wollte ich noch jörg thadeusz heiraten - aber das schließt sich ja schließlich nicht aus.

der andere termin gestern war auch gut - jetzt heißt es aber trotzdem noch daumen drücken. ich will unbedingt daaaaaa hin!

gestern, der erste milchkaffee seit einer woche - ich bin wieder gesund und habe endlich wieder lust darauf. es geht aufwärts!

Montag, März 08, 2004

denkeln

"Was Sie tun und wie der Prozess der Realisierung sein wird, hängt letztlich vom inneren Ort ab, aus dem dieses Handeln in die Welt kommt. "
(Claus Otto Scharmer)

Sonntag, März 07, 2004

krank

ich bin krank und das ist gut so. am freitag dachte ich noch, dass diese unheimlichen migräneattacken und die gliederschmerzen irgendwie metaphorisch bedeuten würden, dass ich "mir den kopf zerbreche". aber ich bin schlicht erkältet. fühle mich krank,matt und mies. und das ist gut so. ich nehme mir zeit für mich, habe für morgen einen termin abgesagt, damit ich am dienstag meinen wichtigen termin beim ndr fit und schön absolvieren kann. obwohl ich versuche, mir nicht den kopf zu zerbrechen, denke ich natürlich trotzdem. meike kann das denken einfach nicht abschalten.... in mir reift ein "ja". schaun wir mal...

Donnerstag, März 04, 2004

entscheiden

vielleicht ist es nur frühjahrsmüdigkeit. aber es ist schon auffällig, wie antriebslos ich in den letzten tagen war und bin. ich weiß, ich "arbeitete" zur zeit viel nachts. schlief unruhig vor und nach meinem wichtigen termin gestern. aber das kann nicht alles sein. ich glaube, es geht immer noch um meine lieblingsfrage, mit der ich mich seit fast einem jahr quäle-, "ja oder nein" genauer gesagt: "wie groß soll das uschi-projekt werden?" oder "traue ich mich, neue wege einzuschlagen, etwas großes, neues zu wagen?" oder "traue ich mir zu, erfolgreich zu sein?" oder oder oder...

ich merke, es fällt mir schon schwer, die frage zu stellen. wie schwer ist es dann, eine antwort zu finden und eine entscheidung zu treffen. eben dachte ich, ich könnte doch einfach mal versuchen mein ziel zu definieren. was will ich (damit) eigentlich erreichen? wie möchte ich gerne leben? was ist mir wichtig? (schon wieder mehrere fragen).


  • ich möchte gerne immer wieder dinge tun, die irgendwie neu und aufregend sind

  • ich möchte dinge tun, die bei anderen den "wicki-effekt" (jaaaa, ich habs!) auslösen

  • ich möchte mit anderen zusammen dinge tun.

  • ich möchte mich sicher und in fülle lebend fühlen

  • ich möchte wertgeschätzt werden und mich selbst wertschätzen



ich weiß nicht, ob die reihenfolge genau stimmt - aber ich glaube, darum geht es. einerseits habe ich das eben schnell runterschrieben, andererseits habe ich nachträglich ein wenig daran rumgedoktort, denn erst hatte ich z.b. an vierter stelle: ich möchte, dass ich keine finanziellen sorgen mehr habe. dann dachte ich an meine neuen erkenntnisse zum thema 'sorgen' und mein älteres wissen, dass das unbewußte keine negativen formulierungen versteht und änderte es.

wenn ich mir diese liste anschaue - dann ist es fast egal, wie ich mich entscheide. denn wenn ich mich wirklich ernst nehme, dann kommt punkt vier aus mir heraus und nicht aus den umständen. denn egal, welche umstände ich mir organisiere; meine gedanken bestimmen mein gefühl. toll, das hilft auch nicht bei meiner entscheidung. was mir gerade noch einfällt: mache ich es nicht (groß), dann mache ich "mehr vom selben". lebe also wie gehabt, wurschtel ein wenig vor mich hin. wie langweilig.

das problem ist, dass das uschi-projekt eigentlich so unproblematisch ist: alles ist so leicht. klar, es ist unheimlich viel arbeit. außenstehende denken wohl öfters "hat die ein glück" und sehen nicht, was ich alles dafür tue. aber ich bekomme auch so unglaublich viel unterstützung. ich habe es noch niemals in dem maße erlebt, dass mich andere derart unterstützen. liegt es am tollen projekt oder an meiner veränderten haltung? ich glaube zweiteres. meine güte, ich habe auch hart dafür gearbeitet, meine haltung zu ändern und jetzt traue ich mich nicht, die erfolge zu ernten!

anderer ansatz: was sind die opportunitätskosten? was wäre also der entgangene gewinn, wenn ich das uschi-projekt groß mache? mmmhh also ich lebe jetzt sehr autark, sehr frei von zwängen. zwar auf bescheidenem finanziellem niveau aber recht glücklich und frei. wenn ich ein so großes projekt wage, dann enge ich mich ein, denn ich treffe z.b. mit den schulden, weitreichende entscheidungen. ich binde mich für einige jahre. ich gebe also die freiheit (nach wenigen monaten oder tag für tag mein leben komplett umkrempeln zu können) auf für ein projekt, dass mir die wünsche 1-3 und 5 wohl sichert und der punkt vier ist egal. wieso fällt mir die entscheidung eigentlich so schwer?

Montag, März 01, 2004

ent-sorgen

seit samstag freue ich mich über einen neuen nugget und erzähle allen davon. gelesen habe ich die idee im VNR-newsletter vom wochenende. by the way, der einzige newsletter, den ich IMMER überfliege.

dort ging es um sorgen. sorgen haben zwei merkmale: sie beziehen sich auf etwas zukünftiges (von dem man gar nicht mal weiß, ob es überhaupt eintritt) und man kann nichts dagegen tun.

könnte man etwas dagegen tun, dann wäre es nämlich keine sorge, sondern ein problem. ein problem ist eigentlich etwas ganz wunderbares, denn da man etwas tun könnte hat man die wahl: entweder man tut etwas oder man lässt es (und hört dann aber auch auf zu jammern).

beschäftigt einen etwas, dass kein problem ist, sondern die merkmale einer sorge aufweist, dann schreibt man sich am besten für den nächsten oder übernächsten tag einen termin in den kalender: 15 minuten, um sich um seine sorgen zu kümmern. zwischendurch kann man endlich wieder etwas sinnvolles tun, denn für die sorgen ist ja gesorgt.

hat man dann seinen sorgentermin, könnte es sein, dass die sorge bis dahin sich einfach in luftaufgelöst hat. wenn ja "prima". wenn nein, dann denkt man 15 minuten darüber nach, was man tun würde, wenn die sorgenprobleme schon eingetreten wären. nach exakt 15 minuten beendet man seine liste und legt diese zu den akten. fertig. das unbewußte kümmert sich um den rest.

hübsch, oder?

wünsche:

  • ein häuschen in den elbvororten
  • ein klavier
  • ein tanzkurs mit meinem liebsten
  • einen kochkurs (am liebsten indisch)
  • ein städteurlaub in rom oder barcelona oder kopenhagen