Freitag, Februar 27, 2004

leben leben

"du lebst immer mehr nach dem uschi-prinzip" sagten diese woche drei freundinnen zu mir. ich lachte, stimmte zu und war trotzdem erstaunt. stimmt! ich hatte ihnen "erfolgsgeschichten" erzählt, große und kleine dinge, die mir in den letzten beiden wochen bereiteten. kleine und große dinge.

eigentlich merkwürdig, dass ich nicht merke, dass die erfolge daher kommen, dass ich mich an meine eigenen prinzipien halte. aber irgendwie war es schon seltsam mit dem "uschi-prinzip": während ich es schrieb, verarbeitete ich die erlebnisse, die ich beschrieb, zog schlüsse daraus und bereitetes sie didaktisch auf. aber ich habe sehr selten wirklich versucht, bzw. mir theoretisch vorgenommen, nach dem uschi-prinzip zu leben. ich machte es eher, wie ich es von einem meiner geistigen vater UPR lernte: ich wusste nicht, was es bedeutete, ich versuchte es und nahm es ernst."




wobei ich mit ernst meinen nicht den spaß vergaß. das hätte zu UPR auch gar nicht gepasst. ich versuche einfach, mich ernst zu nehmen und so zu leben, wie ich es gerne mag - "weil ich es mir wert bin".

dazu fand ich eine hübsche geschichte bei john gray, dem alten frauenversteher. er scheint ja auch ein geistiger vater zu sein. ich setze mich jedenfalls stark mit seinen büchern auseinander, bin trotzig, widerspreche. aber ich nehme sie ernst... in so bekommst du, was du willst, und willst was du hast fand ich auf s. 249:

"Zu Gandhi kam einmal eine Frau mit der Bitte er möge ihrem kleinen Sohn sagen, das er nicht so viel Zucker naschen solle. Sie glaubte, dass der Zucker nicht gut für ihn sei und für seine Hyperaktivität verantworlich sei. Gandhi antwortete ihr, dass er sich hierauf drei Monate vorbereiten müsse.
Nach drei Monaten kam die Frau mit ihrem Sohn zurück. Gandhi ermahnte diesen dann in ganz einfachen Worten, das der Genuss von zu viel Zucker nicht gut für seine Gesndheit sei und dass er stärker und gesünder sein könne, wenn er darauf verzichte. Der Knabe erklärte sich dazu bereit.
Als die Frau später mit Gandhi allein war, fragte sie ihn, warum er für eine so einfache Antwort drei Monate gebraucht habe. Er erklärte ihr, dass er, um seinem Vorschlag Gewicht zu verleihen, sich erst selbst davon überzeugen musste. er verzichtete also drei Monate lang auf Zucker und konnte so dem Knaben die Kraft und das Vertrauen vermitteln, das auch ihm dies gelingen könne."

in diesem sinne werde ich in zukunft darauf achten, hier mehr "erfolgsgeschichten" zu schreiben.

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wünsche:

  • ein häuschen in den elbvororten
  • ein klavier
  • ein tanzkurs mit meinem liebsten
  • einen kochkurs (am liebsten indisch)
  • ein städteurlaub in rom oder barcelona oder kopenhagen