Samstag, Februar 28, 2004

gewonnen

im herbst irgendwann, beschloss ich, dass ich ganz gut 30.000 € gebrauchen könnte, um diesunddas für das uschi-projekt anzuschaffen. also sagte ich "liebes universum, ich hätte so gerne bis ende januar 30.000 €". nun, mir war schon bekannt, dass das mit dem geld-bestellen nicht so einfach ist. pünkliche busse, anrufe, trocken irgendwo ankommen, obwohl es gerade geregnet hat - alles kein problem. aber geld ist schwierig. also dachte ich, ich könnte ja ein bißchen nachhelfen. ich war nicht sicher, ob das universum dies gut finden würde oder ob es gekränkt sei, trotzdem kaufte ich zwei lose im abo bei der nkl-cyberlotterie. es wurde spannend. hin und wieder gewann ich mal 7, mal 10 mal 15 € und häufiger bonuslose. mein spielen ist also irgendwie kostenneutral. nicht mehr und nicht weniger. zuletzt spielte ich mit 5 losen gleichzeitig und rieb mir erfreut die hände in freudiger erwarung. aber so das richtig dicke ding war noch nicht dabei.

mittlerweile habe ich gelernt, mich vor dem einschlafen beim universum zu bedanken. ich lasse den tag noch einmal revue pasieren, freue mich noch mal an den schönen dingen und bedanke mich brav. es dauerte monate, bis ich merkte, dass dies wohl so ähnlich wie beten ist. mit dem kirchenverein habe ich nix am hut, aber mein abendritual tut mir gut. wenn ich also ein bonuslos oder einen kleinen betrag gewonnen habe, freue ich mich ordentlich und bedanke mich beim universum. aber ich gebe zu, ein klein wenig enttäuschung ist schon dabei. was will mir das universum damit sagen? wenn ich nachhelfen will gibt es eben nur peanuts, weil ich nicht völlig vertraue? oder übe dich im freuen über kleine dinge, dann kommen schon noch große. ich bevorzuge die zweite variante, denn ich glaube schon, dass man zwar aus der universellen fülle schöpfen kann aber trotzdem seinen weg gehen sollte. in diesem sinne: "yippieeeeee 7 €"

frechheit

eben wurde ich durch herrn schill geweckt. mein telefon klingelte. beim ersten klingeln überlegte ich noch grummelnd, wer wohl die frechheit besitzt, mich kurz nach neun anzurufen. beim dritten fragte ich mich, wo das schnurlose telefon liegen könnte. ich war nicht schnell genug, deswegen stand ich fassungslos neben meiner anrufbeantworterin als das band von herrn schill mein band belaberte. "meine erfolge werden systematisch verschwiegen und meine plakate mutwillig zerstört" sagte er in schönstem fischkoppslang, der mich normalerweise erotisch berührt. ich war aber aber nur angewiedert. es war erbärmlich und trotzdem glaube ich, dass es funktioniert. denn obwohl klar war, dass es vom band kam, war es ekelhaft persönlich. es war wirklich ein eindringen in meine privatshäre.

eine bekannte erzählte am montag, dass eine frau sonnenschein von der spd sie angerufen und sie an die wahl am sonntag erinnert hätte. der callcenterspezialist in unserer runde meinte, dass call-center immer positive namen wählen würden. deswegen wohl "sonnenschein".

ist dieses eindringen in die privatshäre überhaupt erlaubt. muß man nicht auch bei werbung und so vorher irgendwo ein kreuzchen gemacht haben? ich bin empört und angewidert und habe trotzdem die befürchtung, dass es funktioniert und dass sich so ekelhafte werbung durchsetzt.

Freitag, Februar 27, 2004

sei eine königin

ich habe es getan. man kann nicht nur anderen im coaching helfen entscheidungen zu treffen. auch ich muß mich manchmal aufraffen und einen schritt tun. es ist mir schwer gefallen, meinen privatkredit auszureizen, um meine unternehmerischen tätigkeiten vorzufinanzieren. aber ich brauchte schnell geld und meine bemühungen um vc brauchen so lange, weil ich so lange brauche, wirklich wie eine königin zu fühlen, "think big" zu leben und zu sagen "ja, ich gründe da gerade ein riesending und es wird erfolg haben." ich zog mich hübsch an, gepflegt, aber nicht zu stylish (so nötig habe ich es dann ja doch nicht), brust raus, bauch rein, "sei eine königin" und in die bank. ohne diskutieren. ich sagte einfach nur: leider habe ich kein formular dabei, aber ich möchte den gesamten kredit ausschöpfen. gesagt getan. wenn man bedenkt, dass ich vor einem jahr nicht kreditwürdig war, dann war das heute schon ein dolles ding!

wenn ich keine kleinen schritte tue, dann wird auch irgendwann die unglaubliche hilfe und unterstützung von außen ausbleiben. ich bin dankbar für jeden wundervollen tag im letzten jahr, seit dem es das uschi-projekt gibt. ich weiß, das alles gut wird. es gibt keinen grund, wieso es nicht gut werden sollte - außer, dass ich mir selbst im weg stehe. das habe ich nicht vor. zumindest nicht mehr so oft. sei eine königin! in diesem sinne ist dies eine erfolgsgeschichte.

leben leben

"du lebst immer mehr nach dem uschi-prinzip" sagten diese woche drei freundinnen zu mir. ich lachte, stimmte zu und war trotzdem erstaunt. stimmt! ich hatte ihnen "erfolgsgeschichten" erzählt, große und kleine dinge, die mir in den letzten beiden wochen bereiteten. kleine und große dinge.

eigentlich merkwürdig, dass ich nicht merke, dass die erfolge daher kommen, dass ich mich an meine eigenen prinzipien halte. aber irgendwie war es schon seltsam mit dem "uschi-prinzip": während ich es schrieb, verarbeitete ich die erlebnisse, die ich beschrieb, zog schlüsse daraus und bereitetes sie didaktisch auf. aber ich habe sehr selten wirklich versucht, bzw. mir theoretisch vorgenommen, nach dem uschi-prinzip zu leben. ich machte es eher, wie ich es von einem meiner geistigen vater UPR lernte: ich wusste nicht, was es bedeutete, ich versuchte es und nahm es ernst."




wobei ich mit ernst meinen nicht den spaß vergaß. das hätte zu UPR auch gar nicht gepasst. ich versuche einfach, mich ernst zu nehmen und so zu leben, wie ich es gerne mag - "weil ich es mir wert bin".

dazu fand ich eine hübsche geschichte bei john gray, dem alten frauenversteher. er scheint ja auch ein geistiger vater zu sein. ich setze mich jedenfalls stark mit seinen büchern auseinander, bin trotzig, widerspreche. aber ich nehme sie ernst... in so bekommst du, was du willst, und willst was du hast fand ich auf s. 249:

"Zu Gandhi kam einmal eine Frau mit der Bitte er möge ihrem kleinen Sohn sagen, das er nicht so viel Zucker naschen solle. Sie glaubte, dass der Zucker nicht gut für ihn sei und für seine Hyperaktivität verantworlich sei. Gandhi antwortete ihr, dass er sich hierauf drei Monate vorbereiten müsse.
Nach drei Monaten kam die Frau mit ihrem Sohn zurück. Gandhi ermahnte diesen dann in ganz einfachen Worten, das der Genuss von zu viel Zucker nicht gut für seine Gesndheit sei und dass er stärker und gesünder sein könne, wenn er darauf verzichte. Der Knabe erklärte sich dazu bereit.
Als die Frau später mit Gandhi allein war, fragte sie ihn, warum er für eine so einfache Antwort drei Monate gebraucht habe. Er erklärte ihr, dass er, um seinem Vorschlag Gewicht zu verleihen, sich erst selbst davon überzeugen musste. er verzichtete also drei Monate lang auf Zucker und konnte so dem Knaben die Kraft und das Vertrauen vermitteln, das auch ihm dies gelingen könne."

in diesem sinne werde ich in zukunft darauf achten, hier mehr "erfolgsgeschichten" zu schreiben.

Dienstag, Februar 24, 2004

altern in sekunden

ich war beim poetry slam und fühlte mich uralt. schon, als ich die halbe stunde in der schlange stand und den menschen vor mir und hinter mir bei ihren gesprächen zuhörte, hatte ich den verdacht, dass ich 15 jahre zu alt für dieses event sein könnte. aber bei längerem zuhören stellte sich heraus, dass das, was die jungen frauen hinter mir als "schule" bezeichneten, eine ausbildungsstädte für designer war, die man zu meiner zeit möglicherweise FH genannt hätte. da war ich beruhigt, ich war also nur ca. 10 jahre zu alt. aber schließlich war niemand von denen heute mittag mit einem der moderatoren kaffee trinken gewesen. ich beschloss, dass mir das 9 coolnesspunkte gab. schließlich war ich ja auch da um zu sehen, wie andere auf der bühne vorlesen.

"hast du ein feuerzeug, einen flaschenöffner oder kannst du die flasche mit den zähnen öffnen" fragte mich der junge mann neben mir. er erinnerte mich stark an einen meiner fehlgriffe, der mich zu dem kapitel über psychos für das uschi-prinzip inspirierte. mein psycho damals hatte immer so sehr seine künstlerseele ausleben müssen, dass er anderer leute wände bemalte, wenn wir dort eingeladen waren. meist wurde ich nicht wieder eingeladen. an der frage irritierte mich der zwischenteil mit dem flaschenöffner. das gab es zu meinen zeiten auch nicht. dummerweise stehe ich immer noch auf psychos. der war schon niedlich. aber eher ein pausensnack. er versicherte, dass er jetzt nicht mehr kiffen würde und einen politischen text zum "wahlkrampf" vortragen würde. das mit dem kiffen war nicht schlimm, er hatte was getrunken.

vielleicht hätte ich lieber zuhause bleiben sollen und sexandthecity schauen sollen, wie frauen in meinem alter das normalerweise tun. aber ich habe kein pro7. konsequenterweise sollte ich jetzt fernsehen. immerhin war ich nicht bis zum schluß geblieben, weil meine müden knochen in den hohen schuhen vom stehen schmerzten und mein fernseher geht auch wieder. man muß nur 999 drücken. männer sind schon toll. der vierte den ich fragte wußte es. irgendwo in diesen satz gehört ein komma - ich weiß aber nicht wo. deswegen liebe ich gedankenstriche. wie beendet man so einen text?

Montag, Februar 23, 2004

lebenslust



gestern das orakel, heute ein hübsches horoskop:

"Neue Ideen jeder Art, die Sie heute haben, können positive Auswirkungen auf Ihr Leben haben. Haben Sie deshalb keine Hemmungen, diese auch in die Tat umzusetzen. Neptun verleiht Ihnen außerdem ungeheuer viel Phantasie und Intuition. (gefunden bei glamour)

ich höre immer noch "music for a perfect sunday" gerade zum dritten mal "tag am meer" (oder wie das lied heißt) von fanta4. schön zum träumen und kreativ sein:

"du atmest ein, du atmest aus,
dieser körper ist ein haus und darin kennst du dich aus.
du lebst (du bist am leben) und das wird dir bewußt
ohne nachzudenken nur aufgrund der eigenen lebenslust.
das gefühl das du fühlst sagt dir es ist so weit.
es ändern sich zustand der raum und die zeit.
der verstand kehrt zurück, doch du setzt ihn nicht ein.
jeder schritt neues land, wird es immer so sein?
du spürst die lebensenergie, die durch dich durchfließt
das leben wie noch nie in harmonie und genießt,
es gibt nichts zu verbessern, nichts was noch besser wär
außer dir im jetzt und hier und dem tag am meer ...".

wer fährt mit mir mal wieder an die nordsee? ach, das wäre wunderschön! nur ein tag!

In diesem Sinne (und mit einem Blick auf meine Liquidität) versuche ich gerade in worte zu fassen, was ein uschi-coaching ist. vorläufige ergebnisse hier.

Sonntag, Februar 22, 2004

alles klar

Orakel: Meike ist...

so einfach ist das - jetzt ist alles klar.

gefunden bei marie

ich höre gerade "music for a perfect sunday" - ohne link, denn die gibts nicht zu kaufen. sagte ich heute schon, dass freundinnen etwas ganz wunderbares sind?

ich habe übrigends noch ein neues problem. die tür meines küchenschranks ist vorhin abgefallen. wieso müssen dinge eigentlich kaputt gehen. die welt der dinge liegt mir irgendwie nicht. das sind einfach probleme, die für mich lösbar sind...

probleme machen

bis vor drei stunden wußte ich noch gar nicht, dass ich das problem habe. das mit dem fernseher. es wurmt mich ungeheuerlich. es ist so ein bescheuertes problem. ich hätte es natürlich als wink vom universum ansehen können, mal wieder in die muckibude zu gehen. aber da ich ein problem habe und deswegen schlecht gelaunt bin, mag ich auch nicht zum sport.

es ist verflixt. ich weiß, dass ich nur schlechte laune habe, weil mich das problem nervt. ich könnte das problem einfach ein paar tage ignorieren, bis es sich von selbst löst. ich habe 3 männer um hilfe gefragt (per mail) und das problem in ein männer-forum geschrieben. männer wollen doch immer probleme lösen. dann bitte schön!

also das problem gibt es nur, weil ich es als problem ansehe. ich könnte auch mein leben genießen, etwas arbeiten oder ein wenig aufräumen und schon hätte ich kein problem, weil ich so beschäftigt wäre, dass ich gar nicht an das problem denken würde. das zweitproblem ist: genausowenig, wie ich in die muckibude möchte, möchte ich mein leben genießen, etwas arbeiten oder ein wenig aufräumen. heute ist ein fauler sonntag, da möchte ich gefälligst fernsehen.

ist das nicht alles bescheuert? meine güte, ich weiß es doch besser. aber anscheinend brauche ich wohl gerade ein problem.

technik - aarrggss

mein fernseher sagt nur noch "lock". es kam nach einer ankündigung. gestern sagte er "noch eine minute" und dann ging er aus. jetzt nur noch ein schwarzer bildschrim mit einem grünen "lock".

natürlich bin ich intellektuell und nicht abhängig von fernsehern. aber was will mir das universum damit sagen? ich ärgere mich! sonntags zu hause, tatort mit ulrike und ich kann ihn nicht sehen.

HILFE, wer kennt SABA-fernseher und weiß wie das zeugs wieder rausgeht? ist es eine kindersicherung? isch abe gar keine kinder!

glück

glück ist kontrast!

sagte vorhin eine freundin zu mir. habe ich heute schon gesagt, dass ich unheimlich tolle freundinnen habe? :-)

Freitag, Februar 20, 2004

rosa fuelle

hach, heute flutscht es wieder. ausnahmsweise hoere ich heute hin und wieder musik beim arbeiten. mit dem soundtrack von



geht gleich alles viel besser. danke liebste kaltmamsell.

es sieht bestimmt ein wenig komisch aus, wie ich vor dem bildschirm hampele wie die damen eines ostdeutschen fernsehballetts. dabei wollte ich mir fuer einen gesuenderen ruecken eigentlich ken von enjoyofficework runterladen. so einen programmierten hampelmann mit individuellen einstellungen, stelle ich mir nicht schlecht vor. naja, mache ich spaeter. ich werde berichten...



heute morgen habe ich sogar frisch und motiviert vor dem fruehstueck gute sachen fuer buch II geschrieben. hach! ich gestehe, ich sitze gerade nicht an den zahlen, aber trotzdem habe ich heute schon fett was vom schreibtisch weg gearbeitet. leben nach dem lustprinzip ist schon oft hilfreich. ausserdem war ich so beschwingt einer mail meiner neuen vip-uschi-trainings. meine guete, habe ich tolle frauen im team!

ich mag dieses kalte sonnige wetter sehr. man kann durchs fenster sehen und sich freuen und aber in ruhe arbeiten, weil es zu kalt ist, draussen einen kaffee zu trinken. wie fein. kein stress!

(was ist nur heute mit den umlauten los? haben die feiertag?)

weibliches jagen



vorletzte woche hatte mich das rosa handtaschenvirus erfasst. ich sah sie, das objekt meiner begierde, in einem laden und kaufte sie nicht. dafür, dass sie ziemlich kompliziert zu öffenen und zu verschließen war, fand ich sie dann doch recht teuer. die verkäuferin erzählte mir etwas von kalbsleder und bleibenden werten, ich überschlug meinen kontostand und fragte mich, ob ich diese paar hunder euroscheine entbehren könnte und zweifelte. immerhin könnte ich meine kontakte zur außenwelt verlieren, wenn ich nie mehr rechtzeitig an mein handy kommen würde. aber die tasche liess mich nicht los. ich träumte sogar von ihr. und an einem samstag morgen vor knapp zwei wochen wusste ich beim aufwachen, dass ich nicht mehr ohne sie leben konnte. schließlich würde sie hervorragend zu meinen neuen rosa schühchen passen und ganz vorzüglich zu meinem derzeit liebsten hosenanzug aussehen. gesagt getan, ich ging also am letzten winterschlußverkaufstag in die innenstadt. ein wahnsinn! aber das schlimmst: die tasche war weg. die verkäuferinnen versuchten mir zwar tapfer eine andere farbe zu empfehlen, aber das ist derzeit zwecklos. rosa muß es sein.

merkwürdigerweise konnte dieses filialgeschäft aber nicht herausfinden, wo das letzte rosa beutegut dieser art sich in hamburg aufhielt. normalerweise können die das. aber vielleicht lag es am letzten winterschlussverkaufstag, dass das nicht möglich war. ich wurde fast wahnsinnig. glücklicherweise gibt es das internet. schnell stellte ich in kürze fest, dass sich meine tasche sogar einen namen hat: birkin bag nennt. ein "must have", auf das man monatelang warten muß, um dann 4190 euro zu zahlen. so teuer hatte ich sie nun doch nicht in erinnerung. nun, dachte ich, jetzt kann nur noch ebay helfen. ha, natürlich gab es dort fakes in allen farben - nur nicht im richtigen rosa. jetzt war ich aber nicht mehr zu bremsen. ich kontaktierte ungehemmt windige italienische fabrikanten mit der bitte, mir ein angebot für eine rosa birkin-bag aus leder zu unterbreiten. dass es sie mittlerweile fast überall für junge dinge in kautschuk gab, hatte ich mittlerweile auch rausgefunden. nun, ich bin zwar eine königin aber noch kein star: ich fand, ein feines leder sollte es schon sein. hunderte von euros wollten die diensteifrigen italiener. einziges problem: ich brauchte diese tasche drei tage später. ohne sie, würde ich den pressetermin nicht überleben.

ich haderte den ganzen sonntag. wie sollte ich nur eine halbwegs anständige veranstaltung hinter mich bringen in dem bewußtsein, ohne diese tasche unvollständig zu sein? montags hielt ich es nicht mehr aus. noch einmal durchforstete ich das internet. nichts! mittags hatte ich einen termin, anschließend rief mich der schreibtisch. aber ich konnte einfach nicht. ich musste noch einmal jagen. also fuhr ich in die stadt. "mehr vom selben" ist eine praktik, der ich auch immer wieder verfalle, statt inovativ zu sein. ich ging erneut in das filialgeschäft. mittlerweile gab es wartelisten.

aber auch das gefühl, auf einer warteliste zu stehen und in wenigen wochen das "must have" zu bekommen, befriedigte mich noch nicht vollends. jetzt hatte ich die idee: ich bestellte beim universum die tasche. meine güte, wieso war ich nicht vorher darauf gekommen. ich sagte: "liebes universum, ich muß heute unbedingt so eine oder eine ähnliche wundervolle rosa handtasche kaufen". ich lies los und lief los. völlig planlos. irgendwann hatte ich den impuls, durch eine passage zu laufen, durch die ich sonst nie laufe. ich schaute in jedes lädchen rein und versuchte genußvoll zu schlendern. das ist gar nicht so einfach, wenn man auf der jagd ist. ich betrat einen laden. eine verkäuferin eilte auf mich zu, fixierte meine uschi-tasche und fragte mich, woher man diese bekommt. ich konnte gar nicht antworten, denn mein blick schaute gebannt auf "meine" tasche. da stand sie. sie war es wirklich! unglaublich. ich zitterte vor aufregung, nahm sie aus dem regal und berührte sie ungläubig. ja, da war sie. so schnell wie ich konnte zahlte ich. niemand sollte sie mir mehr wegschnappen. der verkäuferin versprach ich persönlich eine uschi-tasche mitzubringen. selten ging ich so freudig erregt nach hause.

diese geschichte erzählte ich eben in der kneipe einem freund. obwohl er ein mann ist, freute er sich mit mir. ja, sagte er, wenn du eine marke aufbauen willst, dann muß alles perfekt sein! hach, ich liebe verständige, verständnisvolle männer. ein verheirateter kenner - der aus eigener erfahrung spricht. erst vor wenigen monaten schickten ihn seine frau auf die jagd: sie könne nicht mehr leben ohne eine bestimmte handtasche.......ja, so sind wir eben! aber hauptsache, wir sind glücklich.

Donnerstag, Februar 19, 2004

rechnen

aarrgsss, ich hasse manchmal meine eigenen schlauen sätze. "sei eine könign" pah!. "think big" pah! ich bin doch nur ein kleines mädchen, dass eigentlich nur spielen will. den ganzen tag grummelte es in mir, immer wieder diese zweifel .....

aber das universum hat mir einen engel geschickt. er tarnte sich gut, aber ich hatte ihn schon vor ein paar wochen entdeckt. der engel hat mir den kopf zurechtgerückt. "wenn du es machen willst, dann mache es auch richtig. sei eine königin!" jaja, er hatte recht. danke engel, danke universum.

jetzt kleben lauter zettelchen an meinem flipchart und morgen, versprochen, morgen mache ich zahlen dazu. wäre doch gelacht. ich bin doch kauffrau, diplom-kauffrau! ich bin eine königin. pah!

eine königliche entscheidung

wenige minuten später: so, jetzt habe ich einen beschluß gefasst. ich lasse badewasser laufen (denn irgendwie habe ich ausversehen vorhin die heizung im bad angelassen...), koche einen milchkaffe und gehe mit demselbigen und meinem derzeitigen lieblingsbuch ihr werdet (noch) merken, wie schnell wir sind genüßlich in die badewanne. die sonne sehe ich auch durch das oberlicht. es lebe das unternehmerinnenleben, es lebe das leben nach dem lustprinzip!

genießen

es ist immer noch sonnig. ich wachte heute morgen auf und beschloss etwas zu genießen. das passte zum gestrigen abend, denn da hatte ich auch schon beschlossen, zu genießen. leider hatte das nicht geklappt. ich wollte mal wieder ins kino und dort "lost in translation" sehen, aber das war keine allzu geschickte entscheidung. ich bin in manchen dingen leider extrem-untrendig, so dass der film natürlich seit wochen in meinen kreisen als "gut" gilt, jeder ihn gesehen hat und er demzufolge jetzt nur noch in kleinen popelkinos läuft. wenn aber er aber in einem kleinen popelkino bei mir um die ecke läuft, dachte ich, könnte ich ja eine ausnahme machen. geizig, wie ich manchmal zu mir bin, beschloss ich mich dienstag zu quälen und auf mittwoch, sprich dem kinotag, zu warten. das hatte zwar zur folge, dass mir dienstag abend etwas langweilig war und mir gleichzeitig schmerzhaft bewußt wurde, dass ich derzeit weder pro7 noch eine freundin zum gemeinsamten sexandthecity schaun habe, aber so sparte ich wenigstens 2 €. dies stellte sich aber am folgenden abend - also dem gestrigen - als eine fehlentscheidung dar, denn ich konnte nur noch eine karte in der ersten reihe kaufen. ich war schockiert! man mußte tatsächlich den kopf ganz nach oben recken, um direkt vor sich die leinwand zu entdecken. zunächst versuchte ich es mir schön zu reden im sinne von "das strafft das doppekinn" und "vielleicht ist der einsame mann neben mir der mann fürs leben" aber im großen und ganzen habe ich den film nicht genossen. so sieht das aus mit meiner work-life-ballance.

wieso heißt das eigentlich nicht life-work-ballance? heute klappte es bisher auch nicht. weil ich genüßlich zu lange schlief, konnte ich mich nicht aufraffen ein bad zu nehmen (sonst könnte ich ja den wertvollen, sonnigen tag verschleudern). doof ist nur, dass ich duschen in dieser wohnung hasse. das badezimmer ist eklig kalt und aus der dusche kommt immer per zufallsprinzip heißes oder kaltes wasser. statt also eines von beiden zu tun oder mir zumindest einen wundervollen milchkaffee zu kochen, setzte ich mich im nachthemd (nein, im winter schlafe ich nicht wie marylin nur mit einem tropfen meines lieblingsparfums hinter den ohren) an den computer und versank im bloglesen (in der hoffnung in der mailbox endlich die ersehnten fotos vom fotoshooting zu finden). jetzt habe ich kalte beine und die maillbox ist leer. ist ja auch ganz schön, aber ist das ein genuß?

Mittwoch, Februar 18, 2004

sonnig

die sonne scheint wie verrückt. ich öffenete heute morgen meine äuglein und überlegte, ob ich schon wach bin. jedenfalls nicht wach genug, um für das klingelnde telefon aufzuspringen. eine mir unbekannte, sympatisch klingelnde männliche stimme sprach auf meinen anrufbeantworter. achwieschön, dachte ich und blieb noch ein wenig liegen. es war mein reizender finanzbeamter, der sich mal persönlich um mich kümmern wollte. auch irgendwie schön. selbstverständlich rief ich ihm gleich zurück. noch vor dem milchkaffeee. die frage konnte ich ihm beantworten, alles war gut und ich dachte, so könnte doch jeder morgen anfangen...

Dienstag, Februar 17, 2004

schwer im trend

gestern abend bei polylux:"Ein Blick ins Musikfernsehen beweist: Hungerhaken sind out! Wer hip sein will, pflegt seine Speckröllchen. Oder werden P!nk und Christina Aguilera einfach fett? " ich fands spannend und manchmal haben die polyluxer ja in der tat ihr näschen vorne. und das muß auch mal gesagt werden: ich liebe jörg thadeusz.

Mittwoch, Februar 11, 2004

ohne überschrift

huiiii, jetzt habe ich das erste treffen mit der presse hinter mir. vordergründig war ich cool. ich olle diva hatte mich natürlich wieder einmal hauptsächlich äußerlich vorbereitet. hauptsache, ich sehe gut aus. aber nachdem ich gestern abend wieder besserer dinge war, dachte ich, dass das auch ok so war. meine knie zitternden wie wild - keiner merkte es. diese verflixten designen hocker. ich weiß nicht, wie die anderen das machten, ich wußte gar nicht, wie ich darauf sitzen sollte. wie immer war ich anschließend extrem kritisch mit mir. während ich redete, sah ich so wenig funken bei den zuhörern. hatte ich zu wenig gesprüht? lag es am hamburger publikum? meine vip-uschis sagten, es wäre gut gewesen. na, da hoffe ich mal, dass sie mir nicht nur schmeichelten. ich war jedenfalls unheimlich froh, dass sie dabei waren. wie wunderbar! alleine würde ich das alles gar nicht wuppen!

der moment, der mich am meisten berührte war, als eine journalisten fragte, ob das die rosa schuhe währen ... (die ich in meinem blog erwähnte)? ich war total verdaddert "oh, sie lesen mein tagebuch" sagte ich.... und erst später begriff ich, dass das heute in der tat der erste große schritt in die öffentlichkeit war.

das merkwürdigste war: ich habe heute zum ersten mal vergessen zu essen. selbst der schlimmste liebeskummer hatte mich nie davon abgehalten. die neue uschi-diät?

Dienstag, Februar 10, 2004

ally

gerade läuft die folge von alley mcbeal in der es um das "sexdate" geht. als ich diese folge zum ersten mal sah, schrieb ich gerade das uschi-prinzip. wie im rausch mußte ich sogar in den werbepausen schreiben. war das ein wundervolles gefühl. wann kommt es wieder?

wie aufregend

in den letzten tagen ging es mir nicht sonderlich. immer mehr beschlich mich das gefühl, dass das uschi-projekt mir über den kopf wächst. in der tat: es tat das. und zwar aus einem grund. meinem lieben, altem vertrauten grund: ich denke "aus dem mangel" und scheue mich, das baby mit fremdkapital zu nähren. es kommt mir tatsächlich vor wie ein kind. wie ein kind, dass wachsen will, dass vor energie manchmal fast berstet und am tollsten, ein kind, mit dem die anderen kinder unbedingt spielen wollen.

wenn ich anfange zu delegieren, dann passiert folgendes. manchmal fühlt es sich an wie verliebt sein. ich sitze mit jemand zusammen, die geschichten passen zueinander, die ideen sprudeln. anschließend freue ich mich. ich freue mich so sehr, wieder jemand tollen mit im team zu haben. letztens ging es mir so mit der neuen vip-uschi-trainings und vorhin mit der neuen vip-uschi-events. dann gibt es aber noch die anderen treffen. statt kooperationsparterninnen treffe ich dienstleisterInnen. wenn wir dann zusammensitzen und dinge planen wie z.b. die internet-comunity, dann kann ich gar nicht locker und kreativ werden, denn im geiste klackern die münzen, als würde ich gerade mit einer 0190er-nummer telefonieren. nach so einem treffen bin ich nicht entspannt sondern extrem verspannt. so verspannt, dass ich dann anfange schlechte energien auf meinen computer zu übertragen, so dass auf einmal aus heiterm himmel die textverabeitung nicht mehr geht, gläser herunterwerfe und mir das auge entzünde, so dass ich panik bekomme, am freitag nicht zum fotoshooting gehen zu können. doch es gibt auch andere dienstleisterInnen: vorhin beim friseur oder am sonntag bei der anprobe für meinen anzug, da fühlte ich mich königlich verwöhnt und genoß es - aber gleichzeitig wurde mir beim genießen bewußt, wie sehr ich danach lechze. wie sehr ich ausgleich und zuwendung brauche. wellness-management.

doch jetzt geht es wieder. nach dem telefonat mit der neuen vip-uschi-events sprudelt die energie wieder. das auge schwillt ab und ich glaube, ich bin wieder auf dem richtigen weg. glücklicherweise! morgen habe ich meinen ersten pressetermin. jetzt geht es los!

Sonntag, Februar 08, 2004

feng shui II

puh, ich habe meinen kleiderschrank aufgeräumt: 4 tüten altkleider, 3 für den second hand-shop. es war richtig aufregend. viele kleidungsstücke habe ich richtig rituell losgelassen mit dem gedanken "achja, was war das damals eine aufregende zeit, als dies mein lieblingskleidungsstück war." oder "dich doofes ding habe ich noch nie gemocht". trotzdem ist mein kleiderschrank immer noch gut gefüllt. die klamotten haben jetzt zwar platz zum atmen, aber es ist immer noch nicht so, als müsse ich morgen nackt auf die strasse.

bis auf ganz wenige wirklich-lieblingsstücke habe ich alles aus der "schlank-ära" weggeräumt. das war nicht leicht. aber ich glaube jetzt einfach mal karen kingston, dass diese dinge eine schlechte energie haben und nur druck auf mich ausüben. gestern erzählte mir eine freundin, dass aufgrund der erzählung einer anderen freundin, sie 5 kg übergewicht ans universum geschenkt hätte und dass dies tatsächlich nach knapp zwei wochen passiert wäre. sie sah wirklich toll aus gestern, aber ich bin skeptisch. das ist dann doch ne nummer zu spirituell für mich. wenn ich es nicht glaube, dann funktioniert es bestimmt nicht. aber ich finde, es ist ein guter anfang, das gerümpel wegzuräumen und gleich zur schneiderin zur ansprobe für meinen neuen, königlichen anzug zu gehen - weil ich es mir wert bin. ich fühle mich wahnsinnig reich!

Samstag, Februar 07, 2004

übergänge

in mir gährt es. die gedanken sind noch nicht sortiert. sie kommen wirr aus mir heraus und verwirren die leute. aber das tolle ist: ich denke nicht alleine. meine freundinnen denkeln gerade auch wieder verstärkt an so frauenzeugs rum. das kann kein zufall sein! wird ja auch zeit, langsam sollte ich mich mal an buch II machen. es ist ja nicht so, als ob ich langeweile hätte. mittlerweile sind es eine ganze menge uschi-teilprojekte geworden. ich wollte ja schon immer mal managerin werden. was werde ich alles lernen, was werde ich mal ne tolle beraterin. und das tolle: es macht alles total spass.

gestern überlegte ich, dass von der privaten meike im moment so wenig da ist. es ist aber auch eine krux. wenn der beruf so viel spass macht, wenn ich meine ganzen werte im beruf ausleben kann, wenn ich mich so richtig austoben kann, dann ist es verdammt schwer, sich etwas von sich selbst für das privatleben aufzuheben. eigentlich habe ich gar kein richtiges bedürfnis nach privatleben. es ist wie beim sporteln. ich denke manchmal, ich müsste privat sein, aber dann raffe ich mich doch nicht dazu auf. mittlerweile feng shuie ich ganz schön vor mich hin. nach und nach wächst in mir ein richtiges bedürfnis danach, den ganzen krempel zu entsorgen. so soll es sein. vielleicht wächst dann auch irgendwann wieder das bedürfnis nach einem privatleben.

Donnerstag, Februar 05, 2004

fülle

jaja, ich war mal wieder faul mit schreiben in den letzten tagen. das lag daran, dass ich mal wieder auf reisen war. diesmal zog es mich in die nähe von frankfurt. genauergesagt nach oberursel. dort veranstalteten die wunderbaren leute von all-in-one wieder einmal das jährliche "lernforum großgruppe" in der reformhausakademie (nur by the way: ein fantastischer tagungsort). auch wenn ich beruflich nicht wirklich viel mit großgruppen zu tun habe (genau darum ging es in oberursel), schätze ich die all-in-ones einfach sehr. der gedanke "come from abundance" hat mein leben vor zwei jahren komplett verändert. auch wenn es mir manchmal schwer fällt an die fülle zu glauben, so sehe ich doch ganz deutlich, was das mangel-denken früher mit mir gemacht hat. in diesem sinne waren die zwei tage lernforum wie eine "druckbetankung" meine energiespeichers, wie eine freundin von mir gerne sagt.

wünsche:

  • ein häuschen in den elbvororten
  • ein klavier
  • ein tanzkurs mit meinem liebsten
  • einen kochkurs (am liebsten indisch)
  • ein städteurlaub in rom oder barcelona oder kopenhagen