Mittwoch, Dezember 31, 2003

rückblick

ein aufregendes jahr. meine zielplanung vom 6.12.02 für das jahr 03 konnte ich eigentlich schon ab märz vergessen; es sei denn, ich interpretierte sie im übertragenen sinn - aber dann hätte auch alles gepasst. für 03 gab es sowieso nur eine berufliche zielplanung. das passte ja auch: in den ersten jahren der selbständigkeit konzentriert sich nun mal vieles auf den beruf. das privatleben, bzw. die sehnsucht nach einem privatleben, schlich sich dann ab herbst in mein leben. vielleicht sollte ich fürs neue jahr etwas gründlicher planen :-) die tage zwischen den jahren waren nicht leicht. sehr einsam. mir wurde noch mal deutlich, dass ich vorsichtig mit meinen bestellungen beim universum sein muß. wenn ich nicht aufpasse, gehen sie in erfüllung. die karten sagen für 04 unglaubliches vorraus: megaerfolg und kohle ohne ende. was mache ich nur ohne meine geldprobleme? ich bin jedenfalls schon megagespannt, wie das alles weiter geht und freue mich, wenn nächste woche der ernst des lebens wieder beginnt. für 04 nehme ich mir vor, mal wieder zu lernen, wie freizeit genießen geht.

ich wünsche allen mir bekannten bloglesern und allen, die "heimlich" mitlesen für 04 von allem nur das beste!

Montag, Dezember 29, 2003

merkwürdig

gestern wurde ich zweimal auf 29 jahre geschätzt. sieht man mir die 35 nicht an oder wollten die männer mit mir in die kiste? warum 29? ist das die höfliche bezeichnung für "du siehst aus wie mitte 30 aber ne zahl mit ner zwei davor ist höflicher?"

aber vielleicht zahlt sich jahrelange nichtrauchen ja aus und ich sehe tatsächlich jünger aus. wenn ich mich frage, wieso ich heute im spiegel aussehe wie 40 und mich fühle wie 50, dann könnte es an den drei zigarillos und und den sabucas von gestern liegen...

Donnerstag, Dezember 25, 2003

meins!

werde ich jemals wieder möven sehen können, ohne an FINDET NEMO zu denken? "meins, meins!" köstlich! ich mochte den film. alle hatten sich lieb und dachten positiv. fische sind unsere freunde.

und anke engelke. beeindruckend. meine güte, die frau geht jetzt richtig ab. erst war ich traurig, dass barbara schöneberger keine show mehr hat und nach biolek auch noch harald schmidt. abtrat. aber ich freue mich schon anke engelke zu begegenen. das wird bestimmt gut. hoffentlich klappts. frauenpower!



stille nacht

ich fand, es war ein schöner tag gestern. erst war ich ja etwas sentimental, aber auch das hatte was. nach dem einkaufen war ich im REH einen kaffee trinken. ich liebe diesen milchkaffee, denn man merkt, dass er mit liebe gemacht ist. leider gibt es zur weihnachtszeit diese leckeren kekse nicht dazu. meine hoffnung gilt dem neuen jahr. entzückt schaute ich das letzte geschenk an, dass ich "wie durch zufall" gefunden hatte. genau das richtige für eine liebe freundin. während ich glücklich meinen kaffee schlürfte, hatte ich den einfall zu einer erotischen geschichte und obwohl es mir in den fingern kribbelte, endlich nach hause zu kommen und sie endlich zu schreiben, änderte ich meine pläne. ich öffnete ein goldenes becks und briet die traditionellen heiligabendfrikadellen. es war köstlich. laute musik, ich tanzte durch meine wohnung, sang lautstark mit und briet nebenher frikadellen. erst hatte ich ein schlechtes gewissen, meine nachbarn in ihrer besinnlichen festtagsstimmung mit ganz und gar nicht weihnachtlicher musik zu stören ... aber wer fragt mich schon, ob ich die ganzen weihnachtslieder wochenlang in den geschäften hören will. ich genoss also fröhlich, jubilierend, nachtigallengleich weiter. nach dem zweiten goldenen und der tanzerei war ich ziemlich angetüdelt. zeit für die bescherung. ein paket von meinem lieblingsonkel aber vor allen dingen ein überraschungsgeschenk einer "neuen" freundin entzückten mich. darauf ein drittes goldenes und den computer an - meine zweite geschichte schlich durch mich durch, kribbelte in den fingern und wollte aufs papier. ich glaube, sie ist richtig gut geworden!

Mittwoch, Dezember 24, 2003

fühlen

gestern habe ich seit ewigkeiten mal wieder geknutscht. ich bin ganz erstaunt, was das mit mir macht. zu tage kommt auf einmal all das mädchenhafte, gefühlvolle, dass ich anscheinend sonst ganz gut deckele. es passt ja auch nicht zu meinem leben. wenn man erwachsen ist, muß man funktionieren. die gefühle nutze ich für den job. effizient. dieses private, zurückziehen, schwäche zeigen, dass man vielleicht mit familie oder partnerschaft hat, habe ich eben nicht. also ist es ausgeschaltet.

vorhin, als ich den in meiner familie traditionellen kartoffelsalat für mich alleine vorbereitete, ertappte ich mich dabei, wie ich alte weihnachtshasserin munter weihnachtslieder im radio mitsang. könnte ich beamen, hätte ich mich in dem moment nach frankfurt gebeamt. da ich nicht beamen kann, bleibe ich hier und gönne mir ruhige - und nun auch sentimentale - tage.

manchmal denke ich, dass meine freundinnen meine familie sind. das ist allerdings nicht richtig. selbst die liebste freundin verlässt eine, wenn der richtige kerl um die ecke kommt. vielleicht ist das genau ein merkmal von familie: das man sie nicht los wird. bisher sah ich das eher als störend an. sentimental - nein, das klingt zu negativ - gefühlvoll, wie ich gerade bin, vermute ich, dass da dran doch was schönes sein könnte.

der junge mann, mit dem ich gestern knutschte, erzählte so nett von weihnachten. vom drei meter großem weihnachtsbauch für seine jungs-WG. die drolligen rituellen familiendramen, die er irgendwie genießt und die anschließende bescherung und das losziehen mit seinen jungs. das hat mich sehr berührt.

trotzdem, ich glaube fest daran, dass immer genau das passiert, was gerade wichtig ist. das man sich selbst situationen arrangiert, um das zu lernen, was gerade dran ist. vielleicht ist genau das gerade dran...

Dienstag, Dezember 23, 2003

müde

ich bin so müde. ich bin soo müde. ich bin sooo müde. liegt es an der dunklen jahreszeit? liegt es an den überall herumschwirrenden viren? liegt es daran, dass ich zwar allerhand tun könnte, aber nicht das bedürfnis habe, etwas zu tun? liegt es daran, dass ich doch irgendwie krampfhaft versuche das fest der liebe zu umgehen? bin ich am ende ein wenig einsam? ich bin so müde.

Sonntag, Dezember 21, 2003

lernen

letzte woche machte ich im unterricht die altbekannte nasa-übung. 5 leute auf dem mond, vom mutterschiff entfernt, müssen gemeinsam eine lösung finden, mit welchen gegenständen, sie sich auf den weg machen, um sich zu retten. die theorie verspricht eine lösung - die teilnehmen lieben das. es ist gar nicht so leicht, ihre aufmerksamkeit weg von den inhalten, hin zur gruppendynamik zu bringen. ich habe diese übung schon x-mal gemacht. letzte woche passierte etwas neues:

da die erste gruppe, die ich diskutieren ließ aus 6 männern und einer frau bestand und sich wirklich extrem schnell geeinigt hatte, ließ ich mich verführen noch eine zweite gruppe diskutieren zu lassen, die dann aus 6 frauen und einem mann bestand. diese kannten die "lösung" der ersten gruppe. wie zu erwarten war, diskutierte die "frauengruppe" länger. viel länger. ungefähr 6 mal so lang. interessant waren ihre lösungsansätze: statt vorschnell gegenstände auszusortieren, die aufgrund eines technischen vor- (oder halb-)wissens auf dem mond nicht zu gebrauchen sind, überlegten die frauen sehr dezidiert, welche alternativen verwendungsmöglichkeiten es noch geben könnte. im nachhinein lästerten die männer des kurses "typisch frauen, die wären zwischendurch, beim diskutieren, verreckt." aber beim vergleich mit der "richtigen" lösung aus dem buch stellte sich heraus, dass die lösung der frauen der der männer weit überlegen war.

ein statement aus der "frauengruppe" haute mich allerdings um. selbst nach längerer analyse konnte keine verwendungsmöglichkeit für das päckchen streichhölzer gefunden werden. eine teilnehmerin schlug dennoch vor, diese mitzunehmen. nicht nur, weil sie klein und leicht sind, sondern auch "weil sie doch irgendwie auch schön sind."

berichten

also, es war schon schön am 17. - meine erste lesung.

ich enterte den raum, rückte den ausschnitt zurecht, sprühte parfüm und legte etwas glitzer auf, während ich schon redete. die diva war sich zu fein, schon um 18 uhr zum soundcheck zu kommen und machte ihn eben live. die zuschauer waren sprachlos: was die sich traut! nachteil der fehlenden klangprobe: entweder waren meine schuhe zu hoch oder das stehpult zu niedrig. der text war sehr klein. diverse satzenden mußte ich erfinden. hat aber niemand gemerkt.

im vorfeld war alles sehr schwierig. welche textchen wähle ich aus 270 seiten so, dass sie in eine halbe stunde passen, erklären, was das uschi-prinzip ist, lust auf mehr machen und trotzdem nicht zu viel verraten. außerdem: so viel männer im publikum - will ich denen etwas verraten? und wenn ja, was? ich entschied mich für königliche texte und persönliches moderieren. das war richtig. lesen üben ging nicht, ich war ja wochenlang heiser. aber erotisch tief war die stimme schon.

ich las und es war andächtig still, hin und wieder ein kleines lachen, so zaghaft, dass ich kaum pause lies beim lesen, um das lachen zu genießen. das muß ich üben. wenn ich frei sprach, zwischen den texten moderierte, liebten es die leute. das kann ich. eine idee: konsequentes ausleben des 6. uschi-prinzips, lesen lassen - am liebsten von einem knapp bekleideten jüngling. überlegenswert.

zwischendurch der hinweis, ich läse zu schnell. hui, danach kam mein blut in wallungen. wie bremst man sich beim tun? ich wollte doch gestikulieren und die verehrer anschauen. aber wie geht das beim lesen? beim nächsten mal stelle ich mir gesichter, auf denen ich lesen kann, so, dass ich sie sehe. und ein paar verehrer so, dass ich die huldigungen spüre. um daraus zu lernen.

nach der show lobpreisungen, die ich kaum verstand, weil mein adrenalinspiegel abrupt sank. ich dachte nur an bier und hinsetzen aber lächelte, hörte zu und prägte mir ein, die leute, die ich kannte am tag danach zu befragen. wie gut, dass ich die vip-uschis im vorfeld bat, mir den small-talk abzunehmen. ein mann vom fernsehen sagte, fernsehen wäre ne gute idee für mich und kaufte ein t-shirt. das machte mich glücklich. die wichtigen leute verschwanden ohne ein wort. das machte mich unsicher und unglücklich. anschließend mehr chill-out als party. nun, es war mitten in der woche und wir werden ja auch nicht jünger.

fazit. es gibt noch was zu lernen aber es ist der richtige weg. ich liebe mein uschi-projekt, in dem es immer wieder was neues gibt.


Montag, Dezember 15, 2003

diskriminierung

verflucht. ich bekomme diese handys einfach nicht auf. liegt es an den langen fingernägeln? soo lang sind sie zur zeit gar nicht! wieso konstruiert jemand dinge, die man nicht bedienen kann? by the way: der grund des öffnens besteht allein darin, dass ich ein neues cover brauchte, weil der "an-knopf" kaputt ist. aaarrggs.

schweigen

man hätte eigentlich meinen können, dass ich in meiner stimmlosen woche öfter tagebuch hätte schreiben können. ja, das hätte ich wohl. aber irgendwie war ich nicht ich selbst. meike ohne stimme - das ist irgendwie ein anachronismus. schlimmer noch, ich hatte sogar zeitweise panik, berufsunfähig zu werden. was ist schon eine beraterin oder trainerin ohne stimme? nun, sie ist wieder da, aber ich schwächele immer noch. ich gelobe, gut zu mir zu sein. damit ich am mittwoch schön lesen kann!

Dienstag, Dezember 09, 2003

wundervolles fest oder...

... ein fest voller wunder.

nein, es war wirklich schön. am anfang war es mir fast ein wenig peinlich, dass wir frauen so dermaßen in der überzahl waren. aber dann fiel mir ein, dass ich in meinem buch ja auch ständig von meinen wundervollen freundinnen spreche - also kein wunder, dass so viele da waren. tja, ist ja auch herbst und männer sind ja so empfindliche wesen. wer sagt denn, dass man nicht auch erkältet feiern kann?

es war wunderschön die schmalzige rede zu halten und die geschenke zu verteilen. mein weihnachten sozusagen. besonders gut hat mir auch das misslungene karaoke gefallen. so unperfekte dinge sind einfach herrlich.

weniger schönere wunder war mein wundersam vollgekotztes bett und die ungehemmte flirtlust einiger herrschaften. aber ich bin ja selbst schuld, was lade ich auch zu "für-mehr-liebe-in-hamburg-party" ein auf der es hochprozentiges gibt, dass in allen körperteilen kribbelt....

Freitag, Dezember 05, 2003

mitmachen!

anke sagte vorhin, sie hätte die antwortfunktion nicht gefunden. da suche ich ewig nach einem passenden design für das popup und dann finden die leute vor lauter design die funktion nicht. aber ich bringe das "form follows function oder umgekehrt" sowieso immer durcheinander; dabei kenne ich wirklich genügend architekten!

also, einfach auf "comment" clicken, falls vorhanden, die kommentare lesen und dann weiter nach unten scrollen (muß man das auch erklären?) und was reinschreiben. möglichst mit eigener internetadresse - das macht das netz doch erst schön!

so, jetzt aber husch husch ins körbchen - schönheitsschlaf für die party. gute nacht meine lieben.

jammern

bisher waren die partyvorbereitungen noch nicht so sonderlich erfolgreich


  • ich kränkel vor mich hin,

  • der käsekuchen sieht aus, wie nach einem erdbeben,

  • der boden für die quiche erinnert eher an einen kuhfladen,

  • der drucker streikt,

  • weder mit dem aufräumen bin ich weitergekommen,

  • noch weiß ich, was ich morgen anziehe.


meine hausfrauenehre ist zu tiefst gekränkt. dabei möchte ich es doch für meine gäste schön und unvergesslich machen. ich finde, ab und zu darf ich schon mal jammern.

wünsche:

  • ein häuschen in den elbvororten
  • ein klavier
  • ein tanzkurs mit meinem liebsten
  • einen kochkurs (am liebsten indisch)
  • ein städteurlaub in rom oder barcelona oder kopenhagen