Mittwoch, Dezember 31, 2003

rückblick

ein aufregendes jahr. meine zielplanung vom 6.12.02 für das jahr 03 konnte ich eigentlich schon ab märz vergessen; es sei denn, ich interpretierte sie im übertragenen sinn - aber dann hätte auch alles gepasst. für 03 gab es sowieso nur eine berufliche zielplanung. das passte ja auch: in den ersten jahren der selbständigkeit konzentriert sich nun mal vieles auf den beruf. das privatleben, bzw. die sehnsucht nach einem privatleben, schlich sich dann ab herbst in mein leben. vielleicht sollte ich fürs neue jahr etwas gründlicher planen :-) die tage zwischen den jahren waren nicht leicht. sehr einsam. mir wurde noch mal deutlich, dass ich vorsichtig mit meinen bestellungen beim universum sein muß. wenn ich nicht aufpasse, gehen sie in erfüllung. die karten sagen für 04 unglaubliches vorraus: megaerfolg und kohle ohne ende. was mache ich nur ohne meine geldprobleme? ich bin jedenfalls schon megagespannt, wie das alles weiter geht und freue mich, wenn nächste woche der ernst des lebens wieder beginnt. für 04 nehme ich mir vor, mal wieder zu lernen, wie freizeit genießen geht.

ich wünsche allen mir bekannten bloglesern und allen, die "heimlich" mitlesen für 04 von allem nur das beste!

Montag, Dezember 29, 2003

merkwürdig

gestern wurde ich zweimal auf 29 jahre geschätzt. sieht man mir die 35 nicht an oder wollten die männer mit mir in die kiste? warum 29? ist das die höfliche bezeichnung für "du siehst aus wie mitte 30 aber ne zahl mit ner zwei davor ist höflicher?"

aber vielleicht zahlt sich jahrelange nichtrauchen ja aus und ich sehe tatsächlich jünger aus. wenn ich mich frage, wieso ich heute im spiegel aussehe wie 40 und mich fühle wie 50, dann könnte es an den drei zigarillos und und den sabucas von gestern liegen...

Donnerstag, Dezember 25, 2003

meins!

werde ich jemals wieder möven sehen können, ohne an FINDET NEMO zu denken? "meins, meins!" köstlich! ich mochte den film. alle hatten sich lieb und dachten positiv. fische sind unsere freunde.

und anke engelke. beeindruckend. meine güte, die frau geht jetzt richtig ab. erst war ich traurig, dass barbara schöneberger keine show mehr hat und nach biolek auch noch harald schmidt. abtrat. aber ich freue mich schon anke engelke zu begegenen. das wird bestimmt gut. hoffentlich klappts. frauenpower!



stille nacht

ich fand, es war ein schöner tag gestern. erst war ich ja etwas sentimental, aber auch das hatte was. nach dem einkaufen war ich im REH einen kaffee trinken. ich liebe diesen milchkaffee, denn man merkt, dass er mit liebe gemacht ist. leider gibt es zur weihnachtszeit diese leckeren kekse nicht dazu. meine hoffnung gilt dem neuen jahr. entzückt schaute ich das letzte geschenk an, dass ich "wie durch zufall" gefunden hatte. genau das richtige für eine liebe freundin. während ich glücklich meinen kaffee schlürfte, hatte ich den einfall zu einer erotischen geschichte und obwohl es mir in den fingern kribbelte, endlich nach hause zu kommen und sie endlich zu schreiben, änderte ich meine pläne. ich öffnete ein goldenes becks und briet die traditionellen heiligabendfrikadellen. es war köstlich. laute musik, ich tanzte durch meine wohnung, sang lautstark mit und briet nebenher frikadellen. erst hatte ich ein schlechtes gewissen, meine nachbarn in ihrer besinnlichen festtagsstimmung mit ganz und gar nicht weihnachtlicher musik zu stören ... aber wer fragt mich schon, ob ich die ganzen weihnachtslieder wochenlang in den geschäften hören will. ich genoss also fröhlich, jubilierend, nachtigallengleich weiter. nach dem zweiten goldenen und der tanzerei war ich ziemlich angetüdelt. zeit für die bescherung. ein paket von meinem lieblingsonkel aber vor allen dingen ein überraschungsgeschenk einer "neuen" freundin entzückten mich. darauf ein drittes goldenes und den computer an - meine zweite geschichte schlich durch mich durch, kribbelte in den fingern und wollte aufs papier. ich glaube, sie ist richtig gut geworden!

Mittwoch, Dezember 24, 2003

fühlen

gestern habe ich seit ewigkeiten mal wieder geknutscht. ich bin ganz erstaunt, was das mit mir macht. zu tage kommt auf einmal all das mädchenhafte, gefühlvolle, dass ich anscheinend sonst ganz gut deckele. es passt ja auch nicht zu meinem leben. wenn man erwachsen ist, muß man funktionieren. die gefühle nutze ich für den job. effizient. dieses private, zurückziehen, schwäche zeigen, dass man vielleicht mit familie oder partnerschaft hat, habe ich eben nicht. also ist es ausgeschaltet.

vorhin, als ich den in meiner familie traditionellen kartoffelsalat für mich alleine vorbereitete, ertappte ich mich dabei, wie ich alte weihnachtshasserin munter weihnachtslieder im radio mitsang. könnte ich beamen, hätte ich mich in dem moment nach frankfurt gebeamt. da ich nicht beamen kann, bleibe ich hier und gönne mir ruhige - und nun auch sentimentale - tage.

manchmal denke ich, dass meine freundinnen meine familie sind. das ist allerdings nicht richtig. selbst die liebste freundin verlässt eine, wenn der richtige kerl um die ecke kommt. vielleicht ist das genau ein merkmal von familie: das man sie nicht los wird. bisher sah ich das eher als störend an. sentimental - nein, das klingt zu negativ - gefühlvoll, wie ich gerade bin, vermute ich, dass da dran doch was schönes sein könnte.

der junge mann, mit dem ich gestern knutschte, erzählte so nett von weihnachten. vom drei meter großem weihnachtsbauch für seine jungs-WG. die drolligen rituellen familiendramen, die er irgendwie genießt und die anschließende bescherung und das losziehen mit seinen jungs. das hat mich sehr berührt.

trotzdem, ich glaube fest daran, dass immer genau das passiert, was gerade wichtig ist. das man sich selbst situationen arrangiert, um das zu lernen, was gerade dran ist. vielleicht ist genau das gerade dran...

Dienstag, Dezember 23, 2003

müde

ich bin so müde. ich bin soo müde. ich bin sooo müde. liegt es an der dunklen jahreszeit? liegt es an den überall herumschwirrenden viren? liegt es daran, dass ich zwar allerhand tun könnte, aber nicht das bedürfnis habe, etwas zu tun? liegt es daran, dass ich doch irgendwie krampfhaft versuche das fest der liebe zu umgehen? bin ich am ende ein wenig einsam? ich bin so müde.

Sonntag, Dezember 21, 2003

lernen

letzte woche machte ich im unterricht die altbekannte nasa-übung. 5 leute auf dem mond, vom mutterschiff entfernt, müssen gemeinsam eine lösung finden, mit welchen gegenständen, sie sich auf den weg machen, um sich zu retten. die theorie verspricht eine lösung - die teilnehmen lieben das. es ist gar nicht so leicht, ihre aufmerksamkeit weg von den inhalten, hin zur gruppendynamik zu bringen. ich habe diese übung schon x-mal gemacht. letzte woche passierte etwas neues:

da die erste gruppe, die ich diskutieren ließ aus 6 männern und einer frau bestand und sich wirklich extrem schnell geeinigt hatte, ließ ich mich verführen noch eine zweite gruppe diskutieren zu lassen, die dann aus 6 frauen und einem mann bestand. diese kannten die "lösung" der ersten gruppe. wie zu erwarten war, diskutierte die "frauengruppe" länger. viel länger. ungefähr 6 mal so lang. interessant waren ihre lösungsansätze: statt vorschnell gegenstände auszusortieren, die aufgrund eines technischen vor- (oder halb-)wissens auf dem mond nicht zu gebrauchen sind, überlegten die frauen sehr dezidiert, welche alternativen verwendungsmöglichkeiten es noch geben könnte. im nachhinein lästerten die männer des kurses "typisch frauen, die wären zwischendurch, beim diskutieren, verreckt." aber beim vergleich mit der "richtigen" lösung aus dem buch stellte sich heraus, dass die lösung der frauen der der männer weit überlegen war.

ein statement aus der "frauengruppe" haute mich allerdings um. selbst nach längerer analyse konnte keine verwendungsmöglichkeit für das päckchen streichhölzer gefunden werden. eine teilnehmerin schlug dennoch vor, diese mitzunehmen. nicht nur, weil sie klein und leicht sind, sondern auch "weil sie doch irgendwie auch schön sind."

berichten

also, es war schon schön am 17. - meine erste lesung.

ich enterte den raum, rückte den ausschnitt zurecht, sprühte parfüm und legte etwas glitzer auf, während ich schon redete. die diva war sich zu fein, schon um 18 uhr zum soundcheck zu kommen und machte ihn eben live. die zuschauer waren sprachlos: was die sich traut! nachteil der fehlenden klangprobe: entweder waren meine schuhe zu hoch oder das stehpult zu niedrig. der text war sehr klein. diverse satzenden mußte ich erfinden. hat aber niemand gemerkt.

im vorfeld war alles sehr schwierig. welche textchen wähle ich aus 270 seiten so, dass sie in eine halbe stunde passen, erklären, was das uschi-prinzip ist, lust auf mehr machen und trotzdem nicht zu viel verraten. außerdem: so viel männer im publikum - will ich denen etwas verraten? und wenn ja, was? ich entschied mich für königliche texte und persönliches moderieren. das war richtig. lesen üben ging nicht, ich war ja wochenlang heiser. aber erotisch tief war die stimme schon.

ich las und es war andächtig still, hin und wieder ein kleines lachen, so zaghaft, dass ich kaum pause lies beim lesen, um das lachen zu genießen. das muß ich üben. wenn ich frei sprach, zwischen den texten moderierte, liebten es die leute. das kann ich. eine idee: konsequentes ausleben des 6. uschi-prinzips, lesen lassen - am liebsten von einem knapp bekleideten jüngling. überlegenswert.

zwischendurch der hinweis, ich läse zu schnell. hui, danach kam mein blut in wallungen. wie bremst man sich beim tun? ich wollte doch gestikulieren und die verehrer anschauen. aber wie geht das beim lesen? beim nächsten mal stelle ich mir gesichter, auf denen ich lesen kann, so, dass ich sie sehe. und ein paar verehrer so, dass ich die huldigungen spüre. um daraus zu lernen.

nach der show lobpreisungen, die ich kaum verstand, weil mein adrenalinspiegel abrupt sank. ich dachte nur an bier und hinsetzen aber lächelte, hörte zu und prägte mir ein, die leute, die ich kannte am tag danach zu befragen. wie gut, dass ich die vip-uschis im vorfeld bat, mir den small-talk abzunehmen. ein mann vom fernsehen sagte, fernsehen wäre ne gute idee für mich und kaufte ein t-shirt. das machte mich glücklich. die wichtigen leute verschwanden ohne ein wort. das machte mich unsicher und unglücklich. anschließend mehr chill-out als party. nun, es war mitten in der woche und wir werden ja auch nicht jünger.

fazit. es gibt noch was zu lernen aber es ist der richtige weg. ich liebe mein uschi-projekt, in dem es immer wieder was neues gibt.


Montag, Dezember 15, 2003

diskriminierung

verflucht. ich bekomme diese handys einfach nicht auf. liegt es an den langen fingernägeln? soo lang sind sie zur zeit gar nicht! wieso konstruiert jemand dinge, die man nicht bedienen kann? by the way: der grund des öffnens besteht allein darin, dass ich ein neues cover brauchte, weil der "an-knopf" kaputt ist. aaarrggs.

schweigen

man hätte eigentlich meinen können, dass ich in meiner stimmlosen woche öfter tagebuch hätte schreiben können. ja, das hätte ich wohl. aber irgendwie war ich nicht ich selbst. meike ohne stimme - das ist irgendwie ein anachronismus. schlimmer noch, ich hatte sogar zeitweise panik, berufsunfähig zu werden. was ist schon eine beraterin oder trainerin ohne stimme? nun, sie ist wieder da, aber ich schwächele immer noch. ich gelobe, gut zu mir zu sein. damit ich am mittwoch schön lesen kann!

Dienstag, Dezember 09, 2003

wundervolles fest oder...

... ein fest voller wunder.

nein, es war wirklich schön. am anfang war es mir fast ein wenig peinlich, dass wir frauen so dermaßen in der überzahl waren. aber dann fiel mir ein, dass ich in meinem buch ja auch ständig von meinen wundervollen freundinnen spreche - also kein wunder, dass so viele da waren. tja, ist ja auch herbst und männer sind ja so empfindliche wesen. wer sagt denn, dass man nicht auch erkältet feiern kann?

es war wunderschön die schmalzige rede zu halten und die geschenke zu verteilen. mein weihnachten sozusagen. besonders gut hat mir auch das misslungene karaoke gefallen. so unperfekte dinge sind einfach herrlich.

weniger schönere wunder war mein wundersam vollgekotztes bett und die ungehemmte flirtlust einiger herrschaften. aber ich bin ja selbst schuld, was lade ich auch zu "für-mehr-liebe-in-hamburg-party" ein auf der es hochprozentiges gibt, dass in allen körperteilen kribbelt....

Freitag, Dezember 05, 2003

mitmachen!

anke sagte vorhin, sie hätte die antwortfunktion nicht gefunden. da suche ich ewig nach einem passenden design für das popup und dann finden die leute vor lauter design die funktion nicht. aber ich bringe das "form follows function oder umgekehrt" sowieso immer durcheinander; dabei kenne ich wirklich genügend architekten!

also, einfach auf "comment" clicken, falls vorhanden, die kommentare lesen und dann weiter nach unten scrollen (muß man das auch erklären?) und was reinschreiben. möglichst mit eigener internetadresse - das macht das netz doch erst schön!

so, jetzt aber husch husch ins körbchen - schönheitsschlaf für die party. gute nacht meine lieben.

jammern

bisher waren die partyvorbereitungen noch nicht so sonderlich erfolgreich


  • ich kränkel vor mich hin,

  • der käsekuchen sieht aus, wie nach einem erdbeben,

  • der boden für die quiche erinnert eher an einen kuhfladen,

  • der drucker streikt,

  • weder mit dem aufräumen bin ich weitergekommen,

  • noch weiß ich, was ich morgen anziehe.


meine hausfrauenehre ist zu tiefst gekränkt. dabei möchte ich es doch für meine gäste schön und unvergesslich machen. ich finde, ab und zu darf ich schon mal jammern.

Donnerstag, November 27, 2003

schmalz?

ist es schmalz, wenn ich von meinem herz und meiner lieblingsmission rede? kann es sein, dass das der moment ist, wo leute aussteigen, wenn ich in diese sphären vordringe? es könnte immerhin sein, dass es leute gibt, die dieses geschreibsel lesen. aber wer mich kennt und mit mir arbeitet, weiß auch, dass mich manchmal so eine schmalzwelle ergreift und ich selbst ganz ergriffen bin, ob der überschäumenden gefühle.

ist es peinlich, wenn zuviel gefühle mit im spiel sind? weckt es neider, spötter und zyniker, die sich provoziert fühlen. oder ist es einfach nur wundervoll, sich noch zu spüren und zu wissen, wieso man dies oder das macht?

ein vergleichbares gefühl ist mein gefühl von heimat, dass ich erst vor wenigen jahren entdeckte. immer wenn ich im zug nach frankfurt sitze, die landschaft hügeliger wird und auf einmal immer mehr leute um mich herum hessisch reden, wird mir warm ums herz. sehe ich dann die skyline, weiß ich, dass ich nach hause komme obwohl ich niemals etwas an, um oder in einem dieser hochhäuser zu tun hatte. wenn ich in einer apfelweinkneipe sitze, po an po mit wildfremden leuten und mich freue, dass essengehen auch günstig und lecker sein kann, dann bin ich einfach glücklich. und wenn ich im fernen norddeutschen exil jemanden höre, der zu viel "sch...." in der stimme hat oder "ach komm, geh fort" sagt, dann fühle ich mich mit ihr oder ihm verbunden. das ist heimat abseits von volksmusikabendenden und tracht. es ist ein gefühl für wurzeln und zugehörigkeit und ich finds schön.

wischen und mischen

was habe ich immer gelästert, wenn der neue wunder-manager damals 2 monate, bevor sie beschlossen die firma doch dicht zu machen, etwas von "vision&mission" erzählte. es war so ein blabla, dass ich den unterschied gar nicht verstand.

dabei ist mir als organisationsberaterin schon klar, dass es wichtig ist, zu wissen, was man eigentlich tun will und bei mehreren beteiligten zu schauen, ob es überhaupt gemeinsame vorstellungen über weg und ziel gibt. trotzdem, mit "wischen und mischen" als hochglanzprospekt, konnte ich noch nie viel anfangen. wenn, dann fragte ich im coaching nach visionen, um mich langsam an ziele heranzutasten. aber mit den missionen hatte ich nicht viel am hut - das klingt doch viel zu kirchlich.

jetzt fühle ich es. ich fühle, wie mein herzklopft, wenn ich an meine derzeitige lieblingsmission denke. ich spüre, wie eine leichtigkeit mich überkommt, wie arbeiten freude macht und wie ich mit leuchtenden augen (endlich!) von meinem projekt uschi&uschi erzähle: ich möchte produkte anbieten, die frauen dazu verhelfen, dass "sie es sich wert sind". eine wundervolle idee. je mehr ich über die t-shirts (vgl. mein blog von gestern) nachdenke, umso mehr spüre ich die mission in der idee, schöne, sexy, qualitativ hochwertige t-shirts aufzuspüren...für frauen, die es sich wert sind, egal, ob sie klein oder groß oder rund oder dürr sind. jetzt verstehe ich wieder, wie ich auf die idee kam, dass es sinn macht, "uschi-moden" zu machen. meine güte meike, wieso entgleitet dir nur immer wieder die mission?

immer dann, wenn ich mich an die uschi-prinzipien halte, dann habe ich den flow - zu dumm, dass ich das manchmal zwischendurch vergesse....

Mittwoch, November 26, 2003

rollenmodelle

in der glamour gesehen und in meinem lieblingsblog bei der kaltmamsell wiedergefunden. EMME die "barbie mit rundungen". auch wenn die feministinnen nicht in absolutem freudentaumel ausbrechen. ich finde sie gut! und könnte ich schon bilder hier reinstellen, dann würde ich das genau jetzt zum ersten mal tun, um euch die dame vorzustellen.

mit einem ähnlichen problem habe ich mich heute auch herumgeschlagen. für uschi&uschi versuchte ich t-shirts zum bedrucken zu kaufen. es ist wirklich empörend: schöne, modische, inovative t-shirts gibt es nur in bulimischen größen. anscheinend hat außer H&M noch niemand kapiert, dass es unsinnig ist, dicke frauen in säcke zu stecken. meine güte, die bulimischen dinger haben doch gar kein decoltée! aber um so dringlicher ich nach tollen t-shirts suchte, umso froher wurde ich: es ist keine schnapsidee, ich werde schöne klamotten für frauen mit allen maßen produzieren lassen. vielleicht nicht alles auf einmal, aber ich werde es tun. dieses vereinheitlichte, von den medien gemachte, schönheitsideal ist so verdammt mächtig. aber die uschis - so verschiedenartig wie sie sind - werden lostoben und die welt verzaubern.

Montag, November 24, 2003

ausnahmezustand

es ist so weit: das radio bleibt die nächsten 4 wochen aus. eben spielte mein sender das erste weihnachtslied. es ist nicht so, dass ich weihnachten wirklich hassen würde, aber die penetranz, mit der es eine umgibt, ist wirklich unerträgtlich. aus prinzip esse ich in den monaten oktober und november lebkuchen, bis ich sie nicht mehr sehen kann und nach weihnachten die runtergesetzten lind leckerlis. aber in den kritischen wochen dazwischen, muß ich ignorant sein.

was gefällt den leuten an weichnachten? die familientreffen können es nicht sein, denn sonst würden meine freundInnen nicht immer so erleichtert stöhnen, wenn sie zurück sind (erst die produktion eigener kinder, befreit die sich sonst ewig im übergangsmoratorium befindlichen mittdreißiger vom lästigen besuch "zu hause"). die musik? das kann ich nur bezweifeln, wer kann das ewig gleiche gedudel an den heiligen tagen noch hören. das schenken? naja, wen ich kenne, erzählt mir vom lästigen einkaufs- und grußkartenstress und anschließend wird umgetauscht und gejammert. nicht wirklich überzeugend. ich überlege hin und her, aber es fallen mir keine weiteren argumente ein.

was gefällt mir an dieser jahreszeit - ganz unabhängig von weihnachten? ich lebe gerne in mitteleuropa mit seinen (ihren?) jahreszeiten. nach dem ganzen ich-muß-raus-die-sonne-genießen-stress finde ich es im herbst schön, an meinem nest herumzubasteln, kerzen anzumachen, zu lesen und wärmende getränke zu mir zu nehmen. ohne schlechtes gewissen mich in der müdigkeit suhlen und kraft zu tanken, für den ich-muß-mich-unbedingt-verlieben-frühlings-stress. ich mag den herbst. auf verregnete winter könnte ich verzichten, aber deswegen fahre ich ja auch "zwischen den jahren" ins meist eisige berlin.

apropos verlieben. seit dem ich irgendwo las, dass es völlig normal ist, sich im oktober oder november zu verlieben, funktioniert es bei mir nicht mehr. angeblich ist das von der natur so angelegt: von wegen neun monate tragezeit und die jungen im sommer zur welt bringen. ich war immer ganz erstaunt, dass ich es im frühjahr nie hinbekam und dafür im lauschigen herbst immer vor herzklopfen fast verging. die neue dialektik der aufklärung. schade eigentlich.

Donnerstag, November 20, 2003

begeisterung

es fällt mir schwer mich von diesem wundervollen buch, die herzogin der bloomsbury street, zu trennen. genau wie bei dem vorherigen, 84, charing cross road bin ich ganz eingefangen von dem zauber der begeisterung. es fühlt sich an wie verliebt sein. ich kann mich gar nicht gegen diesen überschwang an schönen gefühlen wehren. ich will es auch gar nicht und bin hin und hergerissen, zwischen "weiter lesen wollen" und "ganz langsam machen, damit es nicht zu ende ist".

obwohl ich eigentlich gar kein buch für schöne gefühle brauche. mein leben ist schön. vorgestern liess ich mich von meinem mini-frauen-netzwerk "den nutzwerkerinnen" coachen. ich fand, dass 3 wochen nach dem urlaub, es allmählich an der zeit wäre, mal wieder richtig ins arbeiten zu kommen. meine arbeitsverdrängungsmaßnahmen schob ich auf angst, auf kapitalgeber und -sponsorensuche zu gehen. das war irgendwie logisch, denn in meinem alten leben "vor uschi" war es immer mühsam, anstrengend und frustrierend gewesen, um etwas zu betteln. kein wunder, wenn ich keine lust dazu hatte. aber dass ich auch keine lust hatte einen projektplan zu erstellen, wunderte mich schon. immerhin bin ich fachfrau für projektmanagement und vehemente verfechterin von businessplänen. meine nutzwerkerinnen halfen mir das chaos in meinem kopf zu sortieren und wundersamer weise kam heraus, dass ich mir mal wieder unnötig stress bereitete: sie wiesen mir den weg, nach dem lustprinzip zu leben und das zu tun, worauf ich derzeit abfahre: schreiben.

ok, es sind seitdem 48 stunden vergangen und ich habe noch nicht geschrieben, aber ich habe unglaublich viel erledigt, was so rumlag und mir seit monaten mal mehr mal weniger kopfzerbrechen bereitet. ich habe es sogar geschafft, beim spermüll anzurufen! insgesamt lösen die erleichterung und das "dinge-tun" beglückende gefühle aus, deswegen muß ich jetzt einfach eine liste machen, über was ich mich gerade sehr freue:


  • ich darf eine kurzgeschichte schreiben

  • ich habe wundervolle geschenke für die vip-uschis organisiert

  • am 17.12 habe ich meine erste lesung

  • gestern, heute und morgen kulturelle veranstaltungen besucht

  • morgen bekomme ich meine espressomaschine wieder

  • pete hat einen job

  • ich habe mir einen wunderschönen ring bestellt, der extra für mich gemacht wird

  • herr o. kommt extra zur party nach hamburg

  • es ist so schön, nicht mehr so schreckliche geldsorgen zu haben

  • ich kann einfach machen, worauf ich lust habe

  • gleich lese ich in der herzogin weiter und trinke dazu ein becks gold

hach!

toll!

hach, ich freue mich so. eben war ich beim "kunstrasen" eine neue veranstaltungsreihe, jeden 3. mittwoch in hamburg. dort wird gelesen, geschauspielert, gesungen. es war toll. eine tolle atmosphäre, abwechslungsreiche kunst und vor allen dingen, spürte man die herzlichkeit der gastgeber. muttern hatte sogar kuchen gebacken. ich genieße dinge, die mit liebe gemacht sind.

und das tollste: ich darf am 17.12. dort lesen! meine premiere. ich bin so aufgeregt und freue mich wie verrückt. ist das alles toll!

Dienstag, November 18, 2003

mitmachen

***neu***, ***neu***, ***neu*** es funktioniert! ihr dürft jetzt mitmachen und flott drauflos kommentieren.

ich bin ganz entzückt wie einfach diese kommentierfunktion zu installieren ist, wenn man ein wenig HTML und englisch kann und empfehle allen begeisterten bloggern haloscan, denn dort gibt es das klitzekleine comment-tool und bedanke mich ganz herzlich bei meinem lieblingsblogger wolfgang in dessem blog ich es fand.

also, meine lieben, ich freue mich auf zahlreiche kommentare und gelobe besserung, selbst häufiger zu schreiben!

Samstag, November 08, 2003

bücher

heute morgen wachte ich davon auf, dass eine nette paketbotin bei mir klingelte. ich bin immer wieder erstaunt, dass manche es in den vierten stock schaffen. es war ein gefühl wie ein weihnachten, als sie mir zwei pakete, die offensichtlich bücher enthielten in die hand drückte. das eine enthielt offensichtlich jochens roman, auf den ich sehnsüchtigst wartete, denn ich hatte gierig am donnerstag schon alle kolummnen gelesen, so dass der freitag zwangs-jochen-frei war, was mir gar nicht gefiel. das andere paket war eine überraschung. meine agentin schickte mir den zweiten band von 84 charing cross road, weil ich ihr begeistert erzählte, dass es mir so gut gefallen hätte. ein bezauberndes buch. eine wundervolle sache, einfach ein zweites geschickt zu bekommen. zur zeit fällt auffallend oft weihnachten und ostern zusammen.

eine wichtige aufgabe: ich muß unbedingt jemanden finden, der meine überbordenden bücherregale vor der party an die wand dübelt, denn sonst können wir nicht nur das bücherorakel auf der party spielen - auf den dielen solange hüpfen, bis eines herausfällt, dass dann die zukunft verkündet - sondern haben möglicherweise opfer zu beklagen, denn unter einem haufen bücher begraben zu werden ist zwar eine poetische aber möglicherweise schmerzvolle vorstellung.

ich krabbelte mit meinen zwei paketen wieder ins bett und fing sie an aufzureißen als wäre es tatsächlich weihnachten. in der tat. das kleine paket enthielt den zweiten band die herzogin der bloomsbury street und das größere den ersehnten jochen. durfte ich jetzt in jochen reinlesen, ohne vorher die korrekturen zu ende gelesen zu haben? ich hatte mich nachts bemüht, das buch, das ich im heißen sand bei 30 grad anfing zu lesen ("meine güte, ist das krank!") im herbstlichen hamburg, das gute wetter und das bunte laub ignorierend, zuende zu lesen, bevor "der jochen" eintreffen würde. es war mir nicht gelungen. vielleicht war es keine gute idee, die korrekturen vor dem einschlafen zu lesen. auf die frage, ob ich mich in hamburg wohlfühlen würde, murmele ich meist eine verlegene antwort von wegen, irgendwann würde ich ja doch zurück nach frankfurt gehen, denn der dialekt rührt mich heimatlich an und die eltern werden ja auch nicht jünger... die beschreibung des parkinsonkranken mannes, macht es mir fast unmöglich, das buch zu ende zu bringen. aber ich werde es heute vollbringen. jochen wartet.

gestern war ich auf einer lesung. ich konnte meine augen nicht von dem großen decoltée der schriftstellerin, die frecherweise zwei jahre jünger ist als ich und ein hardcover veröffentlicht hat, abwenden. ich fand aber die brüste nicht. trotzdem war es hübsch, genau wie die lesung. ich habe das buch trotzdem nicht gekauft, obwohl ich tierisch neugierig bin, was leute als widmung in die bücher schreiben. es gibt ja soviel zu lernen.

ständig vergleiche ich mich mit dieser zunft. wenn ich den glitzernden dummie des uschi-prinzips in den händen halte, dann kann ich es kaum glauben, dass da wirklich mein name drauf steht. ich bin fasziniert von dieser neuen welt, die so plötzlich in mein leben schwappte. ich komme mir manchmal vor, als wäre ich ein vorpubertierender teenie mit träumen, was ich mal werden will, wenn ich groß bin. weder stelle-ich-schrift noch kann ich irgendetwas mit dem wort auto-rin anfangen. das bin ich nicht. als ich das uschi-prinzip schrieb, war das lediglich eine mischung aus verliebt sein und einem pickelt. es mußte raus und es fühlte sich gut an. deswegen ändert man doch nicht sein leben komplett!

jetzt: kaffee kochen, korrekturen fertig lesen und endlich mal wieder ein brot kaufen. ob ich dann erst zum sport gehe, um mir die vorfreude auf jochen zuverlängern?

Freitag, November 07, 2003

komplizierte postmoderne

der heutige tag hat mir noch nicht seinen namen verraten. ist es ein tag, an dem ich mal wieder aufräumen sollte? es wiederstrebt mir, meine mutter putzt freitags immer. welche frau will schon sein, wie ihre mutter. ist es ein tag, an dem ich endlich das dicke buch zuende lese? draußen ist schönes wetter. die wettervorhersagte (auch schön), dass es morgen schlechter würde. das klingt wie eine aufforderung zum spazieren gehen. keine lust. es ist definitiv kein zu-hause-kaffee-trinken tag. meine espressomaschine mag mich heute nicht und der karokaffee klumpte. mein lenorgewissen sagt, es wäre ein guter tag, endlich den projektplan zu schreiben. ich habe auch dazu keine lust. ein kleines teufelchen raunt mir ins ohr, dass die welt schon für mich arbeitet. ich lausche der waschmaschine und denke, wie schön, dass das sogar in meiner wohnung hörbar ist. in meinem kalender nennt sich der tag "freitag". das verstehe ich nicht. alle welt arbeitet am freitag. ist heute mein freitag, putze ich morgen und mache anschließend den projektplan, weil es ja morgen vielleicht regnet?

Donnerstag, November 06, 2003

bin wieder da

meine güte. es ist WOCHEN her, dass ich das letzte mal bloggte. schon komisch, der vorletzte eintrag handelte davon, dass ich unmotiviert war, weil ich keinen verlag fand. aber schwups, kaum war er da, hatte ich keine zeit mehr zum tagebuch schreiben. geht das nur, wenn man frustriert oder verliebt ist. naja, es wird jedenfalls alles gut. das "uschi-prinzip" erscheint im frühjahr. ich bin voll stolz, dass man es schon bei amazon sehen kann. es war auch komisch hier zu schreiben, als alles noch so wichtig-wichtig-geheim war. das liegt mir nicht so, mysteriös rumzuschweigen. aber jetzt kann ich ja endlich es in die welt rausposauenen: UUUUUUUUUSCHIIIIIIIIIII

ich habe jetzt aber wieder total lust auf rumbloggen, denn seit tagen kichere ich über jochen schmidt und seine enthusiasten. vermutlich muss ich jochen heiraten, um wieder ruhig schlafen zu können. ich bin froh, dass die anzahl seiner kolummnen begrenzt ist, denn sonst würde ich gar nie mehr was arbeiten und nur noch am schreibtisch sitzen und mir nen loch in den bauch freuen. naja, wenn das mit dem heiraten nicht klappt, nehme ich ihn einfach als vorbild und lasse mich inspirieren.

ein anderes mal mehr - mahlzeit!

Dienstag, August 05, 2003

epidemien

letzte woche dachte ich noch, ich hätte ein heißes thema entdeckt, die letzten tage ist es in allen medien: flash-mob....es scheint, ich werde alt. trotzdem, auch wenn ich keine lust habe am freitag auf dem rathausmarkt zwischen 16 uhr und 16.10 uhr irgendwelche leute zu umarmen, finde ich das ne heiße idee nicht nur für heiße tage. infos

ein zweites thema treibt mich gerade um: viral marketing. spannend. lese gerade das buch tipping point (untertitel: wie kleine dinge großes bewirken können" von malcolm gladwell, welches den "magischen moment, wenn eine idee, ein trend eine mode oder ein soziales verhalten eine schwelle überschreitet, kippt und sich dann wie ein flächenbrand ausbreitet". es lässt mir keine ruhe, ich muß ständig weiterlesen. einerseits verführt es dazu marketingmäßig über "das projekt" nachzudenken, andererseit ist es einfach faszinierend davon auszugehen, dass egal, wie es gerade läuft, irgendwann irgendwie doch alles wieder gut werden könnte. lesen! infos

Montag, August 04, 2003

delegation

jetzt werde ich langsam kribbelig. unser projekt geht nicht vorwärts; immer noch hat kein verlag ein gutes angebot für das buch gemacht. puh, ich habe befürchtungen, dass unsere energie flöten geht, wenn sich der erscheinungstermin verzögert und damit das ganze projekt sich immer wieder verlangsamt.

eine mögliche erklärung für die fehlende energie ist, dass ich tatsächlich keine energie in den letzten wochen hinein gesteckt habe. eigentlich der sinn von delegation. ich hatte keine zeit, fühlte mich aber auch sicher, weil ich das gefühl hatte, an die richtigen partnerinnen delegiert zu haben. ich wollte loslassen. aber nach ein paar wochen loslassen, kamen schleichend komische gefühle...liegt es an mir, dass es nicht vorwärts geht?

glücklicherweise hat mich jetzt wieder die muse geküsst. ich bin wieder am schreiben und habe lust weiterzuarbeiten. trotzdem, es ist nicht das gleiche gefühl wie im frühjahr, als ich das erste buch schrieb. dieser rauschzustand ist nicht willentlich zu wiederholen.

gleichzeitig merke ich, wie ich mich von immer mehr nebenschauplätzen verabschiede, als müsste ich platz in meinem leben schaffen, damit sich ein kleines pflänzchen zu einem großen projekt entwickeln kann. ist das spannend!

Montag, Juli 28, 2003

spiegeln

was sind und wozu hat man freunde? gestern abend beim apfelwein, kam mir erneut ein gedanke, den ich vor einigen wochen schon ein mal hatte. im gespräch mit einer freundin bemerkte ich mal wieder, welche guten gedanken ich im dialog - sei es life oder auch per mailwechsel - entwickeln kann.

ist es eitelkeit, wenn ich jemanden mag, weil er oder sie in mir die guten seiten hervorbringt? ich glaube nicht. der reiz liegt darin, gemeinsam neues zu entwickeln und sich gemeinsam daran zu erfreuen. und trotzdem mag ich dieses gefühl der überschäumenden endorphine.

ein paar fragen schließen sich an: kann man alleine in einer höhle wirklich weltbewegendes entwickeln? wo fängt der andere mensch an und wo hört man selbst auf? verliebt man sich am ende immer in sich selbst?

Donnerstag, Juli 10, 2003

bestellungen beim universum

immer wieder werde ich gefragt, wie ich das mit den "bestellungen beim universum" mache. einem wunderbarem mann erklärte ich das heute so:

also es funktioniert erst, seit dem ich leute um mich herum habe, bei denen es auch funktioniert. vermutlich braucht unser kleines schwaches selbst ganz viele beweise, bevor es etwas schwer erklärliches glauben kann.

aber nun zur praxis:
ich bestelle ohne ritual. ich denke "liebes universum ich hätte gerne ... und zwar am liebsten im laufe der nächsten woche." dann erzähle ich allen leuten meinen wunsch wo es gerade passt oder zu passen scheint. und dann muß ich ganz aufmerksam durch die welt gehen, damit ich nicht verpasse, meine lieferung anzunehmen. die krux ist, dass manchmal die lieferung nicht ganz identisch mit dem wunsch ist, dann muß man höllisch aufpassen, dass man nicht übersieht, dass das universum einen ersatzartikel geschickt hat.

ein beispiel:
ich wollte gerne ein notebook geschenkt bekommen und bestellte es beim universum. allerdings ohne zeitangabe. manchmal bin ich so schusselig und vergesse das. eine weile passierte nix und allen leuten, denen ich das erzählte, hielten mich für verrückt. ein problem war, dass ich allen leuten erzählte, dass ich am liebsten ein kleines schmales, silbernes angeber-notebook hätte. ich glaube, das hat die leute vom kreativen problemlösen abgehalten, weil keine mensch sich vorstellen könnte, dass ich so ein notebook geschenkt bekommen würde. ich versuchte dann dem universum zu helfen, in dem ich an ein paar preisausschreiben teilnahm, an denen es entweder ein notebook gab oder ungefähr die kohle dafür. klappte nicht.

nach einem halben jahr erneuerte ich die bestellung und sagte aber, dass ich gerne ein notebook hätte, um an verschiedenen orten, mein buch zu schreiben, um nicht immer in meiner bude zu hocken. auf einmal sagte eine freundin. "wir haben noch eines im schrank rumliegen. manchmal geht der akku nicht, aber du kannst es haben" und jetzt habe ich eins und es funktioniert immer.

Samstag, Juli 05, 2003

ungefähr so wichtig wie

.... "habe den bus verpasst"

habe schrecklich viel zu tun und freue mich aber immer, wenn mich die brand1-mailingliste zwischendurch zum nachdenken, schmunzeln und laut kichern bringt. meine lieblingsmail des tages verwies auf dies. danke liebe listige.

außerdem habe ich vorhin erfahren, wieso mein derzeitiges lieblingsessen. (vgl. pastarezept vom 28.6.03) glücklich macht: tomaten enthalten tryptamin, das so ähnlich wirkt wie serotonin - macht also gute laune. der ziegenkäse schmeckt nicht nur toll sondern ethält tryptophan. zusammen mit den nudeln, die serotionin bilden, ist das ein ganz besonderer gute-laune-turbo. je vollkorniger die nudeln, je länger das vergnügen... eine hervorragende grundlage zum glücklichsein...deswegen koche ich es heute abend für freunde.

Samstag, Juni 28, 2003

ist das leben eine espressomaschine?

meine espressomaschine mache ich nach der nutzung immer gleich sauber. mit keinem gegenstand, gehe ich so sorgsam um. aber ich weiß ja, wenn ich die milchdüse nach dem schäumen nicht gleich reinige ist sie verstopft und morgen gibts kein milchkaffee.

möglicherweise ist eine ursache für unordnung, dass man sachen nicht zu ende macht. ich liebe es, dinge nicht zu ende zu machen: wie ein schmetterling von blume zu blume zu fliegen, ohne die eine blume leergesaugt zu haben. vielleicht ist das auf meine luftiges zwillingssternzeichen zurück zu führen oder aber auf die vorliebe meiner mutter, direkt nach dem essen aufzuspringen und die küche in den geleckten originalzustand zu überführen. ich bin vor jahren sogar bewußt mit einem raucher zusammengezogen, weil ich wußte, dass raucher nach dem essen IMMER noch sitzenbleiben. dieses aufspringen hat mir schon als kind magenschmerzen bereitet.

trotzdem, wenn das leben so wie eine espressomaschine wäre, d.h. nichts mehr richtig gehen würde, wenn man dinge nicht ordentlich zu ende bringt, dann wäre ich nicht sonderlich gut in diesem leben. vielleicht rebelliere ich immer noch gegen dieses "zu ende bringen" und merke gar nicht, dass es mich eigentlich unnötige kraft kostet? erledigte sachen machen zufrieden und eine aufgeräumte wohnung ist doch auch was schönes.

jedenfalls beobachte ich, dass sich in den letzten tagen die vernachlässigung meiner wohnung entspannte. es ist fast wieder gemütlich bei mir und ich freue mich daran. es ist wahrscheinlich kein zufall, dass zeitgleich das ende der zwei langwierigen aufträge in sicht ist und es in unserem projekt vorwärts geht.... ich werde weiter beobachten.

flow

lecker. in meinem mund kribbelt es noch schön. hatte eben meine derzeitige lieblingspasta: zwiebeln in olivenöl andünsten, diese italienische gewürzmischung mit chili, knobi, salz und petersilie oder so, dann tomaten reinschnippeln, die pasta drin wenden und anschließend petersilie und ziegenkäse drüber...mmmhhh...so einfach und macht doch so glücklich.

heute ist ein schöner tag. als ich heute morgen aufwachte, dachte ich darüber nach, was meine geschäftspartnerin und ich gestern beschlossen haben. finanzierungsbedarf für unser neues projekt in einer 6 stelligen summe zu errechnen und darauf zu bauen, dass wir schon risikokapitalgeber finden. in diesen dimensionen habe ich noch nie nachgedacht. aber es fühlt sich nicht nur ok an, es fühlt sich gut an. bei allerschönstem sonnenschein habe ich heute fast den ganzen tag an diesem projekt gearbeitet. ich hatte den flow.

was liebe ich dieses kribbeln von lebensenergie...fast, wie verliebt sein. da passte es wunderbar, dass ich in meiner pause ausgerechnet das buch von gerda boyesen Dein Bauch ist klüger als du. Fühl dich wohl und alles wird gut las. jetzt noch einen wunderbaren milchkaffee am offenen fenster, ein bißchen was arbeiten und nachher vielleicht noch tenores und tenorita treffen.....prima :-)

Donnerstag, Juni 26, 2003

endlich klarheit

der VNR-newsletter verrät:

Eine Untersuchung des Emnid-Instituts in Bielefeld ergab: Die große Mehrheit der Dienstleister-Kunden erwartet bei Männern Anzug, Hemd und Krawatte, bei Frauen Kostüm, Kleid oder Hosenanzug.

- beim Rechtsanwalt: ............................................................................... 76 %
- bei der Rechtsanwältin: ......................................................................... 72 %

- beim Bankfachmann: ............................................................................ 72 %
- bei der Bankfachfrau: ............................................................................ 65 %

- beim Versicherungsfachmann: .............................................................. 63 %
- bei der Versicherungsfachfrau: .............................................................. 52 %

- beim Steuerberater: ............................................................................... 49 %
- bei der Steuerberaterin: .......................................................................... 47 %



geistige nahrung

eben habe ich mit zwei freundinnen, nach einem trainingstag mit viel zu frühem aufstehen zwei stunden im cafe gesessen. als ich ankam, konnte ich vor müdigkeit kaum aus den augen schauen. jetzt bin ich beschwingt und gut gelaunt. unsere gespräche ("jaaaa dieses buch solltest du unbedingt lesen" und "ooooh so hängt doch wieder alles mit allem zusammen") waren wunderbare geistige nahrung. klasse!

Mittwoch, Juni 25, 2003

wünsche

puh, eine woche beim kunden - da können anschließend die kreativen gedanken nicht mehr so fließen. ich lasse viel kraft beim kunden und dazu noch das frühe aufstehen.

letzte woche hatte ich ein merkwürdiges erlebnis. ich dachte mal wieder über das liebe geld nach und stellte auf einmal fest, dass ich gar keine großen wünsche habe. ich träume weder von einer großen reise noch von einem auto. die kleinen wünsche, die ich habe, erfülle ich mir meist: ein buch, ein paar schuhe - das geht eigentlich meistens.

auf einmal dachte ich "huii, dann liegt es also daran, dass du wenig aufträge hast. du willst ja gar kein geld verdienen!" und fühlte mich merkwürdig.

dann überlegte ich und überlegte, was mich wohl glücklich machen könnte und das einzige was mir nach langem nachdenken einfiel war: lauter tolle dinge mit spannenden leuten machen ...

ich bin ein zufriedener mensch.

Sonntag, Juni 22, 2003

allzeit perfekt?

gestern abend war ich auf einer party. im vorfeld stellte sich schon die frage, was für ein event das werden sollte. die gastgeberin eher eine geschäftsfreundin als eine freundin und die party als unternehmens-start-party-nach-langen-vorbereitungen deklariert. ich war ganz froh, dass es tagsüber regnete, denn ich war mir nicht sicher, welches paar gummistiefel zum schicken outfit passte. also besser in räumen als im schrebergarten feiern. aber das geschäfts-party-feeling kam in der wohnung, in der man die schuhe ausziehen musste, nicht wirklich auf.

mich beschäftigtigte an diesem abend immer wieder die frage, ob ich dort als privatperson oder als businesswoman war. da denkt man viel über selbstmarketing - von kleiderfrage bis image - nach und bekommt bei veranstaltungen im grenzbereich plötzlich das muffensausen. immer geschäftlich unterwegs zu sein finde ich genauso blöd, wie völlig-locker-mich-gehen-lassen in gegenwart von geschäftsbekannten und potentiellen kunden. muss ich als selbständige ab sofort in der öffentlichkeit jederzeit perfekt aussehen, perfekte laune haben und allegemeines wohlgefallen erregen? ist das authentisch? ich finde das gar nicht so leicht, "mich als marke zu definieren".

Samstag, Juni 21, 2003

tierisches vergnügen

eben habe ich in der ZEIT gelesen, dass tiere im zoo verhütungsmittel bekommen. die begründung: zootiere werden mittlerweile sehr alt, die käfige reichen nicht, also wird verhütet bzw. nur noch auf bedarf nachwuchs produziert.

mmmhhh ich kann mich des eindrucks nicht erwehren, dass das damit irgendetwas über die überalterung unserer gesellschaft ausgesagt wurde - nur komisch: die argumente klingen bei deratigen diskussionen immer anders.

Freitag, Juni 20, 2003

aufräumen

jetzt sitze ich wieder am computer anstatt meine bude aufzuräumen oder anstatt was ordentliches zu arbeiten oder anstattanstattanstatt. huiiii...in den büchern steht, man soll imhierundjetzt und das auch noch nach dem lustprinzip leben. das kann ich gut. ein schöner tag. aber nirgendwo finde ich eine gebrauchsanleitung für den alltag. ich weiß schon, wieso ich "simplify your life" nicht gekauft habe.

irgendwie gefällt es mir, mir vorzustellen, dass ich gerade etwas ausbrüte. yeeah übergangsmoratorium nennt sich das, wenn man versucht, sich wichtigwichtig auszudrücken. also, meine hypothese: ich brüte gerade in meinem übergangsmoratorium herum und heraus kommt in wenigen tagen oder wochen eine wunderbare idee.

eine freundin von mir sagte vor einigen jahren, dass ideen durch die gegend fliegen und sich in dem kopf niederlassen, den sie irgendwie gut finden.

klingt poetisch, würde mich aber nicht vom aufräumen befreien. theoretisch halte ich es ja mit feng shui - gegen das gerümpel des alltags und denke ich müsste aufräumen, damit es die idee hübsch und wohnlich bei mir hätte - dann würde sich garantiert eine bei mir niederlassen. naja, ich habe heute mal wieder keine lust zum aufräumen. immerhin war ich beim sport und fand es nett.

am besten schreibe ich mal alle themen auf, die irgendwie vor meiner tür rumlungern. vielleicht paaren sie sich und werden zu ideen, die sich meinen kopf als übergangswohnheim aussuchen...


  • projektmangement für kreative

  • weibliches projektmanagement

  • der mensch als marke

  • pass auf was du dir wünschst, es könnte in erfüllung gehen


um mich herum verliebt und trennt es sich. in der liste wird gemenschelt und über sex geredet. dabei haben wir gar keine 30 Grad. ein verrückter monat.

verkaufen

>>"Ich bin kein Verkäufertyp." Entfernen Sie diesen Satz aus Ihrem Wortschatz, denn er ist eine sich selbst erfüllende Prophezeiung. Machen Sie sich klar: Verkaufen ist nichts Schlechtes. Wir alle leben davon, dass uns andere ihre Leistungen, Dienste und Produkte anbieten, und dass wir es genauso tun.<<

ich lese gerade die gestrige ausgabe des wunderbaren VNR-newsletters das ist der einzige newsletter, den ich wirklich fast jeden tag lese. obiges zitat stammt aus ihm. da ich mich auch mal wieder mit dem thema akquise beschäftige, fand ich es gut, erneut auf diese idee hingewiesen zu werden. aber es ist schon verflixt. auch wenn ich es theoretisch verstanden habe, so finde ich doch immer tausend dinge, wie ich mich verdaddeln und damit von akquisetätigkeiten ablenken kann. mein bauch mag das verkaufen immer noch nicht. auch wenn ich es mir immer und immer wieder sage, dass ein abgelehntes angebot nicht mich als person ablehnt, fühlt es sich trotzdem doof an. viel bequemer ist es nichts zu tun, und auf die wunderwirkungen des networkings und den glaubenssatz mit der fülle zu hoffen.

obwohl das mit der fülle finde ich schon plausibel. was, wenn das ökonomische prinzip tatsächlich nur eine annahme ist und gar keine knappheit herrscht? was, wenn wirklich alle glauben würden, dass wirklich genug für alle da ist? wieso vergesse ich immer wieder, dass das "leben aus der fülle" so viel charmanter ist und verliere mich immer wieder in existenzängsten? dabei weiß ich doch, dass ich viel attraktiver werde, wenn ich aus meiner fülle schöpfe. wenn ich anbiete, was ich anbieten möchte, ohne den druck, davon leben zu müssen. in den letzten monaten hat sich dieses prinzip der "akquise" doch auch bewährt. selbst meine banktante hat es schon bemerkt. es gibt noch so viel über dieses thema nachzudenken - genug für heute ... in diesem sinne gehe ich jetzt zum sport, tue mir und meiner ausstrahlung etwas gutes.

mein held zum thema verkaufen was es übrigens, der mich zum bloggen inspirierte: luenenbuerger.blogspot.com

Donnerstag, Juni 19, 2003

kleider machen leute

ufff, ich habe es getan. toll. vor wochen habe ich zum ersten mal von blogs gehört. irgendwie war ich fasziniert aber habe auch nicht recht verstanden, wieso und wofür. ein virtuelles tagebuch - so öffentlich? zweifel regen sich. auf der anderen seite finde ich es toll, mit anderen meine gedanken zu teilen. ich werde es ausprobieren. immerhin weiß ich erst, ob ich etwas mag, wenn ich es probiert habe. in diesem sinne leg ich einfach mal los und sage allen: "herzlich willkommen in meinem virtuellem tagebuch."

ich überlege gerade, ob es heute schon etwas zu berichten gibt. den halben tag habe ich damit verbracht, eine hose zu nähen. so etwas habe ich seit fast 20 jahren nicht mehr getan. uff, bin ich alt! aber es war ein tolles gefühl, mit etwas selbst produzierten anschließend stolz durch ottensen zu laufen. mal was ganz anderes als das rumgedenke.

mit einer geschäfts-freundin diskutierte ich heute über kleiderregeln im job. ich finde es gar nicht so einfach, mich selbst zu definieren. sie sagte, dass man sich so kleiden solle wie die kunden, damit diese sich sicher- und wohlfühlen. man signalisiert damit, dass man zu ihnen gehört. erst sucht der mensch nach gemeinsamkeiten, um dann anschließend für die unterschiede bereit zu sein. das klingt vernünftig, aber mir sträubten sich trotzdem die nackenhaare: kleidung ist ausdruck und ich bin nun mal ein individuum. wie, wenn nicht mit kleidung, zeigt man in den ersten sekunden, wer man ist oder sein will. ihre ansicht erscheint mir pragmatisch - meine pubertär. ich werde weiter darüber nachdenken...

wünsche:

  • ein häuschen in den elbvororten
  • ein klavier
  • ein tanzkurs mit meinem liebsten
  • einen kochkurs (am liebsten indisch)
  • ein städteurlaub in rom oder barcelona oder kopenhagen